Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: » »Startseite »DE »Themen »Infektionskrankheiten »Sexuell übertragbare Infektionen »Herpes simplex Virus / HSV

Herpes simplex

Erreger 

Durch Viren verursachte Infektion; Herpes simplex Virus (HSV), DNA Virus

Herpes simplex Virus (HSV) Typ 1 verursacht vor allem Herpes labialis.
Herpes simplex Virus (HSV) Typ 2 verursacht in erster Linie Herpes genitalis. Orogenitale Kontakte (Mund-Genitalien-Kontakt) haben jedoch zur Folge, dass Herpes genitalis in bis zu 50 % der Fälle durch HSV 1 ausgelöst wird.

Zahl der Infektionen

  • Die Zahl der Neuinfektionen ist nicht bekannt. 80-90% der Erwachsenen haben Antikörper gegen Herpes simplex Typ 1; 20-30% der Erwachsenen haben Antikörper gegen Herpes simplex Typ 2.
  • Für das Neugeborene ist eine Herpes-Infektion lebensgefährlich.
  • Latente Infektion: Patient ist ohne Krankheitszeichen, kann aber Viren ausscheiden.
  • Rezidivierende Herpesinfektion: Sowohl HSV 1 als auch HSV 2 setzen sich an den Nervenenden im Bereich der erstmaligen Infektion fest und verbleiben lebenslang im Körper. Physische und psychische Stressfaktoren können Auslöser einer Reaktivierung der Herpes-Infektion sein, die einhergeht mit Spannungsgefühl, Rötung, Bläschen (gruppiert), die aufplatzen (Ansteckungsgefahr!) und abheilen.  

Übertragungswege

Analer-, oraler-, vaginaler Geschlechtsverkehr, Küssen, Petting, Sexspielzeuge, bei der Geburt, hohes Risiko bei direktem Hautkontakt mit den Bläschen oder Geschwüren

Inkubationszeit

Mehrere Tage. Ansteckung ist auch in der symptomlosen Zeit möglich. Krankheitsdauer bis zu 28 Tage

Symptome

Die meisten HSV-infektionen verlaufen asymptomatisch. In manchen Fällen kann die Erstinfektion mit ausgeprägten Krankheitserscheinungen einhergehen: grippeähnliche Beschwerden, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Jucken und Brennen an der infizierten Körperstelle, schmerzhafte Bläschen, die aufplatzen und Krusten bilden, lokale schmerzhafte Lymphknotenschwellungen, Brennen beim Wasserlassen, bei Frauen hochrote Scheide, Schamlippen und Gebärmutterhals mit schmerzhaften Bläschen und Pusteln.

Diagnostik

Klinisches Bild, Beschwerden

Therapie

Symptomatische Behandlung mit Salben oder Tabletten

Prävention

Kontakt mit Bläschen, Geschwüren und deren Sekreten vermeiden. Kondome vermindern das Risiko einer Ansteckung, schließen sie jedoch bei weitem nicht aus, da eine Übertragung an allen Körperstellen möglich ist.

Nach durchgemachter Infektion besteht keine Immunität.

Gesetzliche Meldepflicht

Keine
Zwei Präservative in diversen Farben