Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: » »Startseite »DE »Themen »Infektionskrankheiten »Sexuell übertragbare Infektionen »Humanes Papilloma Virus (HPV)

Humanes Papilloma Virus (HPV)

Erreger

Durch Viren verursachte Infektion, Humanes Papilloma Virus (HPV)

Zahl der Infektionen

HPV-Infektionen gehören zu den häufigsten virusbedingten sexuell übertragbaren Infektionen

Übertragungswege

Analer, oraler, vaginaler Geschlechtsverkehr; Küssen, Petting, Sexspielzeuge; Übertragung von der infizierten Schwangeren auf das Neugeborene

Inkubationszeit

Mindestens 21 Tage, kann aber auch Monate bis Jahre dauern.

Symptome bei Low-Risk-Typen HPV 6 und HPV 11

Die Low-Risk-Typen HPV 6 und HPV 11 verursachen Feigwarzen. Diese treten häufig an Scheide, Schamlippe, Glied, Kranzfurche, Damm, Anus auf. Es handelt sich um stecknadel-, bis mehrere Zentimeter große Papeln, die rötlich, grau, bräunlich oder weißlich, je nach Lokalisation erscheinen und sich blumenkohlartig ausbreiten können. 

    Diagnostik

    Klinisches Bild, Beschwerden

    Therapie

    Lokale Behandlung mit: Cremes, Lösungen, Vereisungen, Laser, Medikamenten

    Auch nach Entfernung der Warzen bleiben die Viren in der Haut und können neue Warzen bilden, daher hohe Rezidivrate (Rückfallrate)
    Partnerbehandlung notwendig: Alle Sexualpartner sollten auf Genitalwarzen untersucht und ggf. behandelt werden.

    Prävention

    • Kondome schützen, soweit sie den Kontakt mit krankhaften Hautveränderungen oder mit Körperflüssigkeiten verhindern, in denen sich Erreger befinden.
    • Kontakt mit sichtbaren Warzen vermeiden.
    • Impfung gegen die Low-Risk-Typen HPV 6 und HPV 11 möglich.

    Symptome bei High-Risk-Typen HPV 16 und HPV 18

    Es handelt sich in der Regel um eine transiente Infektion. Spontanheilungen sind häufig. Es können sich aber auch verschiedene Krebsarten entwickeln, z. B. am Gebärmutterhals, Scheide, Penis, Analregion, die sich erst im späten Stadium bemerkbar machen.

    Infektionsablauf

    Bei 80 % der HPV-Infizierten ist nach einem Zeitraum von ca. zwölf Monaten HPV  molekularbiologisch nicht mehr nachweisbar. Nur bei 20 % wird eine Persistenz beobachtet. Besteht eine HPV-Infektion im unteren Genitaltrakt über mehrere Jahre, können sich Krebsvorstufen entwickeln. Allerdings führen nur wenige der persistierenden High-Risk-HPV-Infektionen nach einem Intervall von durchschnittlich 15 Jahren zum Karzinom.

    Diagnostik

    Abstrich aus Gebärmuttermund, Scheide, Anus und Penis. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt oder werden nicht diagnostiziert. Spontanheilungen sind möglich.

    Therapie

    • Im Frühstadium engmaschige Kontrolle. Kommt es zu keiner Spontanheilung ist bei Gewebeveränderungen mit Krebsvorstufen ein operativer Eingriff nötig.
    • Partnerbehandlung notwendig: Alle Sexualpartner mit Krebsfrühstadien in Gebärmutterhals, Scheide, After oder Penis sollten auf Krebsfrühstadien untersucht und ggf. behandelt werden.

    Prävention

    HPV-Impfung: Die Ständige Impfkommission am RKI empfiehlt eine generelle Impfung gegen humane Papilloma Viren (HPV) für alle Mädchen im Alter von 9-14 Jahren. 

      Gesetzliche Meldepflicht

      Keine
      Zwei Präservative in diversen Farben