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Filzläuse

Erreger

Tierische Parasiten; Phthirus pubis = Insekten. Mit Stech-Saugrüssel saugen die Läuse Blut, gleichzeitig injizieren sie ein lokaltoxisches Sekret zur Anästhesie und Hämolyse. Sie befallen den Schamhaarbereich, den Genitoanalbereich und die Achseln, aber auch behaarte Brust und Bauchpartien, Wimpern und Augenbrauen! Die Nissen (= Läuseeier) werden von den Weibchen an den Haarschaft geklebt. Entwicklung vom Ei über die Larve hin zur Laus geschieht innerhalb von 2-3 Wochen.

Übertragungswege

Über enge körperliche Kontakte von Mensch zu Mensch, insbesondere durch Geschlechtsverkehr, aber auch über läusehaltige Wäsche und Betten

Symptome

Juckreiz tritt vor allem nachts auf, schorfige Hautschwellung, Sekundärinfektionen durch beim Kratzen in die Wunden eingebrachte Eitererreger

Diagnostik

Klinisch: Juckreiz vor allem nachts, Kratzspuren und Hämatome; Lupenbesichtigung: Nissen mit bloßem Auge sichtbar

Therapie

Mit Spezialshampoo oder Speziallösungen sowie hygienische Maßnahmen. Partnerbehandlung notwendig: Alle Sexualpartner und unter Umständen auch enge Kontaktpersonen sollten mitbehandelt werden. Sexverzicht bis zum Ende der Therapie. Kondome schützen nicht ausreichend vor einer Ansteckung.

Prävention

Enger Körperkontakt mit bekanntermaßen Infizierten und deren Wäsche ist zu vermeiden.

Gesetzliche Meldepflicht

Keine
Zwei Präservative in diversen Farben