Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: » »Startseite »DE »Kompetenzzentren + Netzwerke »Netzwerk Schimmelpilzberatung BW »Ablauf einer Schimmelsanierung

Ablauf einer Schimmelsanierung

Ursache des Schimmelbefalls ermitteln und beseitigen!

Häufig begünstigen mehrere Faktoren das Auftreten eines Schimmelpilzbefalls. Ein Befall kann nur vermieden werden, wenn die Ursache beseitigt ist.

Es gibt verschiedene Ursachen für Schimmelpilzbefall

  • Baulich bedingt: z.B. Wärmebrücke, Baufeuchte, fehlende Dampfsperre bzw. Luftdichtung, aufsteigende Feuchte
  • Nutzungsbedingt: z.B. Lüftungs- und Heizgewohnheiten, wandnahe Möbel an wenig- oder nicht gedämmten Außenwänden
  • Havarie: z.B. Hochwasser, Wasserrohrbruch, Rückstau aus dem Abwassersystem

Sanierungsplanung

  • Zunächst wird die Gefährdung für Sanierer (und Gebäudenutzer) ermittelt, welche beim Entfernen der Schimmelpilz-belasteten Materialien auftreten kann. 
  • Geeignete Schutzmaßnahmen werden im Rahmen der Arbeitsschutzbestimmungen durch einen Fachbetrieb festgelegt werden. 
  • Vor Beginn der Sanierung können gegebenenfalls Sofortmaßnahmen erforderlich werden, um mögliche gesundheitliche Auswirkungen auf den Sanierer und den Bewohner zu vermeiden. Mögliche Übergangsmaßnahmen sind z.B. Abdecken befallener Stellen, verstärktes Lüften und Reinigen der Räume oder Sperrung der Räume. Transportable Einrichtungsgegenstände sind gegebenenfalls feucht zu reinigen (Sporenverschleppung vermeiden) und kurzfristig zu entfernen. Verbleibende Gegenstände sind abzudecken. 
  • Möglicherweise sind zur dauerhaften Beseitigung der Schadensursache bautechnische Maßnahmen erforderlich (z.B. Außenwärmedämmung), um vorhandene Schwachstellen (Wärmebrücken) zu beseitigen und die Wandoberflächentemperatur im Innenraum zu erhöhen. Das Nutzungsverhalten (heizen, lüften) muss eventuell angepasst oder verändert werden.
  • Ist eine bedarfsgerechte Lüftung nicht möglich, müssen möglicherweise alternativ lüftungstechnische Maßnahmen durchgeführt werden, um die Raumluftfeuchte auf einem dauerhaft tolerierbaren Niveau zu stabilisieren (mit Hilfe eines Hygrometers kontrollieren).

Durchführung der Sanierung

  • Gegebenenfalls feuchte Bausubstanz trocknen
  • Die mit Schimmelpilz befallenen Materialien aus dem Aufenthaltsbereich der Bewohner/Nutzer entfernen
  • Staubarm arbeiten (z.B. Oberfläche vorher absaugen oder anfeuchten)
  • Ausbreitung der Schimmelpilzsporen vermeiden (Türen zu angrenzenden Räumen geschlossen halten/Sanierungsbereich staubdicht abtrennen) 
  • Feinreinigung des Sanierungsbereichs. Möglicherweise kann eine desinfizierende Reinigung der Bauteile, welche von einem Schimmelpilzbefall befreit wurden, erforderlich werden.