Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln
Sie sind hier: » »Startseite »DE »Kompetenzzentren + Netzwerke »MRE-Netzwerk Baden-Württemberg
Mulitresistente Keime

MRE-Netzwerk Baden-Württemberg

Es besteht aus dezentralen regionalen Netzwerken, in denen sich auf Landkreisebene Vertreter des Gesundheitswesens regelmäßig treffen. Die Koordinierung erfolgt durch das zuständige Gesundheitsamt. Alle regionalen Netzwerke werden zentral durch das Landesgesundheitamt BW (LGA) koordiniert. Der Arbeitskreis Krankenhaushygiene, bestehend aus Krankenhaushygienikern und Mikrobiologen, sowie eine zentrale interdisziplinäre Arbeitsgruppe unterstützen das LGA. Sie besteht aus Vertretern der Hygieneinstitute der Universitätskliniken, der gesetzlichen und privaten Krankenkassen in Baden-Württemberg, der Wohlfahrtsverbände, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Landesärztekammer sowie des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD).

Was ist das Ziel des Netzwerks?

Das Ziel ist die Bekämpfung der Weiterverbreitung multiresistenter Erreger.

Was sind multiresistente Erreger?

Multiresistente Erreger (MRE) sind Bakterien, die durch ihre Antibiotika-Resistenzen die Therapie von Patienten erschweren. Daher stellen sie ein gravierendes Problem in Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie der Alten- und Langzeitpflege dar. Der bekannteste Vertreter ist der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA). Aber auch weitere multiresistente Keime wie Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) sowie multiresistente gramnegative Stäbchenbakterien (MRGN) gewinnen zunehmend an Bedeutung. 

Funktion und Aufgabe der Koordinierungsstelle am Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg

Aufgabe des MRE-Netzwerkes ist die Verbesserung der Zusammenarbeit in der Versorgung der Betroffenen (Schnittstellen­problematik), insbesondere beim Übergang zwischen stationärer und ambulanter Versorgung durch den Einsatz gezielter Präventionsmaßnahmen, die zur Patientensicherheit und zur Verbesserung der  öffentlichen Gesundheit beitragen sollen. Aus diesen Gründen ist eine gemeinsame Strategie zur Prävention der Weiterverbreitung mulitresistenter Erreger notwendig.

Maßnahmen zur Bekämpfung von MRE sind:

  • Umsetzung von Hygienemaßnahmen gemäß den Empfehlungen der Fach­gesellschaften und des Robert Koch-Institutes (KRINKO-Empfehlungen)
  • Einführung eines einheitlichen MRE-Überleitbogens für Baden-Württemberg
  • Untersuchungen (Screening) von Risiko­patienten
  • Therapie und ggf. Sanierung der infizierten bzw. kolonisierten Personen vor, während oder nach einem stationären Aufenthalt
  • Aufklärung von betroffenen Patienten und Angehörigen
  • Fortbildungen für Fachpersonal im Gesundheitswesen
  • Förderung der regionalen und überregionalen Zusammenarbeit der Einrichtungen im Gesundheitswesen mit dem ÖGD