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Steigender Trend bei Legionellosen in Baden-Württemberg

Das sind 45 % Prozent mehr als im Vergleichszeitraum der beiden Vorjahre (144 bzw. 147 Fälle) und mehr als doppelt so viel wie entsprechend zwischen 2011 – 2015 (82 – 109 Fälle).

Die meisten Fälle (39) traten 2018 im Monat September auf. Bei ca. 16% (35 / 215) der Legionellenfälle 2018 konnte eine Reise ins Ausland in der Inkubationszeit, d.h. 2-10 Tage vor Symptombeginn, ermittelt werden. Erfahrungsgemäß ist bei Legionellosen ein Gipfel im Sommer und Herbst zu verzeichnen, was vermutlich auf eine erhöhte Reisetätigkeit zurückzuführen ist.

Neben asymptomatischen oder leichten grippalen Infekten äußert sich eine Legionellose in Form einer Lungenentzündung. Am stärksten betroffen von der Krankheit sind ältere Personen mit Grunderkrankungen, wobei die Neuerkrankungsrate (Inzidenz) bei Männern höher ist als bei Frauen.

Eine Infektion erfolgt in der Regel durch die Inhalation legionellenhaltiger Aerosole, wie z.B. beim Duschen. Besonders ältere, schlecht gewartete und verzweigte Wassersysteme mit Totleitungen sind anfällig für Legionellen-Kontaminationen.

Weitere Informationen unter:

  Robert Koch-Institut: Legionellose