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Anstieg bei EHEC-Erkrankungen – Handhygiene beachten

​Am stärksten betroffen sind Kinder im Alter bis 4 Jahren.

Eine Häufung in einem Kindergarten mit insgesamt 15 Fällen sowie ein kleinerer Ausbruch in einem Haushalt haben zu den hohen Fallzahlen der letzten beiden Meldewochen (16 bzw. 18 Fälle) beigetragen. Seit Jahresbeginn sind 13 weitere kleinere Häufungen mit je 2 bis 4 Fällen im privaten Umfeld übermittelt.

Eine EHEC-Infektion zeichnet sich aus durch gastrointestinale Symptome wie Durchfall, auch blutigen Durchfall, und Bauchschmerzen. In seltenen Fällen kann sich ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entwickeln mit Anämie, Thrombopenie und Nierenversagen.
 
EHEC-Infektionen können durch orale Aufnahme von Fäkalspuren übertragen werden, wie z.B. bei Kontakt zu Wiederkäuern oder beim Verzehr kontaminierter Lebensmittel, wie z.B. Rohmilch. Auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen sind im Gegensatz zu anderen bakteriellen Gastroenteritis-Erregern ein bedeutender Übertragungsweg. Daher sollte insbesondere bei Kleinkindern nach Kontakt mit Tieren und vor dem Essen auf eine Handhygiene geachtet werden.