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Aktives Monitoring der Asiatischen Tigermücke und Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Korntal-Münchingen (LK Ludwigsburg) und der Stadt Waiblingen (LK Rems-Murr-Kreis)

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Im Rahmen einer erweiterten Mitgliedschaft des Landes Baden-Württemberg in der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) e.V. hat das Landesgesundheitsamt gemeinsam mit der KABS e.V. für 2026 und 2027 zwei Pilotprojekte zum aktiven Monitoring der Asiatischen Tigermücke initiiert. Die Stadte Korntal-Münchingen und Waiblingen sind ausgewählt worden, an der Pilotierung teilzunehmen.

Hier finden Sie Informationen zum Projekt Aktives Monitoring der Asiatischen Tigermücke in Korntal-Münchingen und Waiblingen 

Aufklärungsvideo

Hier finden Sie die Links zu den Aufklärungsvideos von der KABS e.V.

Allgemeine Informationen zur Asiatischen Tigermücke

Umgang mit Brutstätten der Asiatischen Tigermücke

Häufig gestellte Fragen zur Asiatischen Tigermücke

Nach der Gelbfiebermücke ist die Tigermücke der wichtigste Überträger von Arboviren. Sie kann zahlreiche Krankheitserreger wie das Dengue-, Zika- und Chikungunya-Virus übertragen. Daher zählt sie als potenzieller Krankheitsüberträger zu den Gesundheitsschädlingen.

Die Tigermücke vermehrt sich in Wasseransammlungen, zum Beispiel in Regentonnen, Eimern, Gießkannen, Blumentöpfen, Untersetzern, Schirmständern, Gullys, verstopften Regenrinnen, Autoreifen oder Baumbewässerungssäcken. Die Larven in den Eiern sind trocken- und kälteresistent, so können sie überwintern und im nächsten Jahr schlüpfen. Belebte Gartenteiche mit Fischen oder Molchen sind keine Brutstätten. Vogel- und Igeltränken sind unbedenklich, wenn das Wasser mindestens alle fünf Tage gewechselt wird.

Beseitigen oder sanieren Sie alle Brutstätten!

  • Gießkannen, Eimer, Blumenkübel umdrehen oder einlagern,
  • Untersetzer vermeiden,
  • Gullys mindestens einmal im Monat mit Bti-Tabletten behandeln,
  • Regentonnen mit Bti-Tabletten behandeln und anschließend mit einem Fliegennetz (mit Kordel oder Gummiband) lückenlos abdecken. Regentonnendeckel sind undicht und kontraproduktiv, da sie die Vermehrung fördern.

Von April bis September:
Behandeln Sie alle Brutstätten auf Ihrem Grundstück, die Sie nicht beseitigen können, alle drei Wochen mit Bti-Tabletten.

Nach der Mückensaison:
Achten Sie unbedingt darauf, dass alle Behälter vor dem Winter gründlich gereinigt werden, um Überwinterungseier zu entfernen. Dazu bürsten Sie die Behälter gründlich aus und spülen sie anschließend mit Wasser aus.

Bti ist ein biologisches Mittel (Protein), das Mückenlarven abtötet, aber anderen Tieren, Menschen und Pflanzen nicht schadet. Das Wasser kann weiterhin zum Gießen verwendet werden. Eine der zehn Bti-Tabletten im Blister reicht für die Behandlung von 50 Litern Wasser (siehe Beipackzettel).

Aktives Monitoring der Asiatischen Tigermücke und Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Korntal-Münchingen (LK Ludwigsburg) und der Stadt Waiblingen (LK Rems-Murr-Kreis)

Im Rahmen einer erweiterten Mitgliedschaft des Landes Baden-Württemberg in der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) e. V. hat das Landesgesundheitsamt (LGA) im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration gemeinsam mit der KABS e. V. im Jahr 2024 ein Pilotprojekt zu neuen Ansätzen zum Umgang mit der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus) initiiert. Hierfür wurden in zwei Gebieten ein aktives Monitoring durchgeführt. Von Mai bis Oktober 2024 sind alle zwei Wochen 60 Eiablagefallen und 4 GAT-Fallen durch LGA-Mitarbeitende abgelaufen worden. Im LGA-Labor wurden anschließend die Anzahl der Tigermücken-Eier bzw. der adulten Asiatischen Tigermücken bestimmt, um einen Überblick über die Verbreitung und die Abundanz der gebietsfremden Stechmücke zu erhalten 

Da verschiedene methodische Limitationen das Pilotprojekt 2024 im Stadtteil Korntal beeinflussten, wird der Ansatz aus 2024 in den Jahren 2026 und 2027 erneut umgesetzt und methodisch weiterentwickelt. Hierfür werden zwei neue Aktionsflächen in Korntal-Münchingen, im Stadtteil Korntal, und drei Aktionsflächen in Waiblingen aktiv über Eiablagefallen gemonitort. Aufbauend auf den Ergebnissen aus 2026, wird im Jahr 2027 ein neuer Ansatz zum Umgang mit der Asiatischen Tigermücke erprobt.

Das neue Projektgebiet in Korntal ist in drei Aktionsflächen eingeteilt. Bürgerinnen und Bürger, die in den rot- und dunkelblau-markierten Gebieten wohnen, können ihr Grundstück für das Aufstellen der Eiablagefallen zur Verfügung stellen. In den hellblauen Gebieten befinden sich Friedhöfe Korntals 

Abbildung 1 Zoneneinteilung im Projektgebiet Korntal nach Maßnahmen | Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL 1.0).

Das Projektgebiet in Waiblingen ist in drei Aktionsflächen eingeteilt. Bürgerinnen und Bürger, die in den rot- hell- und dunkelblau-markierten Gebieten wohnen, können ihr Grundstück für das Aufstellen der Eiablagefallen zur Verfügung stellen und potenziell am weiteren Verlauf des Projekts in 2027 teilnehmen (Abbildung 2). Je nach Vorkommen und Verbreitung der Asiatischen Tigermücke, wird eine der drei Aktionsflächen spätestens Ende der Stechmückensaison 2026 aus dem Projekt ausgeschlossen. Somit wird es in 2027 nur zwei Aktionsflächen,