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Diabetische Polyneuropathie

Bei bestehendem Diabetes kann es langfristig auch zu Schäden an den Nerven (auch Neuropathie genannt) kommen. Dabei können eine unzureichende Einstellung des Stoffwechsels, stark schwankende Blutzuckerspiegel und Veränderungen der großen und kleinen Blutgefäße (Mikro- und Makro-Vaskulopathie) zu direkten Schädigungen und Einlagerungen von Stoffwechselsubstanzen in die Nerven führen. Eine diabetische Neuropathie beginnt häufig beidseits an den Zehen und steigt dann auf.

Durch die Neuropathie bei Diabetes kommt es nicht nur zum Auftreten von Gefühlsstörungen sondern u.a. auch zu einer Störung bzw. einem Verlust der Schweißsekretion. Die fehlende Befeuchtung und Verdunstungskälte führen zu einer auffälligen Hauttrockenheit der Füße mit Abschwächung der Schutzfunktion und erhöhtem Verletzungsrisiko der Haut.

Zeichen einer diabetischen Neuropathie können sein:

  • Temperaturgefühl oder Schmerzreize werden abgeschwächt oder nicht mehr wahrgenommen.
  • Empfindungsstörungen wie vermehrtes Brennen, „Ameisenlaufen“ oder Pelzigkeitsgefühle treten auf.
  • Leichter Druck z. B. der Bettdecke wird bereits als unangenehm empfunden.
  • Füße werden als kühl eingeschätzt, obwohl sie beim Anfassen warm sind.
  • Fehlen der Schweißbildung.
  • Die Haut wird trocken und rissig.
  • An belasteten Stellen bildet sich vermehrt Hornhaut.
  • Schwingungen (Vibrationen) z.B. einer Stimmgabel können nur vermindert oder nicht mehr gefühlt werden.
  • Die Stellung der Zehen kann sich ändern (Krallenzehbildung), wodurch sich die Druckpunkte am Fuß verändern können.
Blutzuckermessung mit Patienten