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Gruppenerkrankungen + Ausbrüche von Gastroenteritiden

Von einer Gruppenerkrankung / einem Ausbruch wird gesprochen, wenn eine Infektionskrankheit in einer definierten Gruppe in einem bestimmten Zeitraum plötzlich vermehrt auftritt. Eine Übertragung der Krankheitserreger kann hierbei von Mensch zu Mensch, von Tier zu Mensch oder von Lebensmittel zu Mensch erfolgen. Das zuständige Gesundheitsamt ist im Falle eines Ausbruchs für die Veranlassung von Umgebungsuntersuchungen (Patientenproben) verantwortlich.
 
Um eine weitere Ausbreitung und Neuerkrankungen zu verhindern, kommt vor allem bei Auftreten lebensmittelbedingter Ausbrüche der Erhebung und Untersuchung von Patientenproben (insbesondere Stuhlproben) eine wichtige Bedeutung zu. Zur diagnostischen Abklärung von Erkrankungsfällen im Rahmen von Umgebungsuntersuchungen und zur Infektkettenabklärung können Patientenproben an das Labor Bakteriologie des LGA eingesandt werden. Die Untersuchung von Patientenproben in Zusammenhang mit gastroenteritischen Gruppenerkrankungen umfasst folgende Erreger: 

  • Salmonellen
  • Campylobacter
  • Yersinien
  • Shigellen
  • enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)
  • Staphylococcus aureus
  • Bacillus cereus
  • Clostridium perfringens
  • Clostridium difficile
  • Listerien
  • Noroviren
  • Rotaviren
  • Adenoviren
  • Astroviren
  • Enteroviren
  • Hepatitis A- und E-Viren
 
Neben den Routineverfahren (konventionelle Mikrobiologie) kann die Aufklärung von Infektketten durch zusätzliche molekularbiologische Methoden (z. B. Sequenzierung) ermöglicht werden. So können aufgrund der Übereinstimmung / Ähnlichkeit der isolierten Erreger aus einer vermuteten Infektionsquelle (z. B. Lebensmittel) und dem Patienten / Gast Aussagen zur Infektkette im konkreten Fall gemacht werden.
Nahaufnahme Toilettentür