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Chronische Krankheiten

Während im 19. Jahrhundert vor allem Infektionskrankheiten die gesundheitliche Situation der Bevölkerung bestimmten, sind es seit Mitte des 20. Jahrhunderts mehr und mehr chronische Erkrankungen, die das Krankheitsspektrum dominieren. Die Zurückdrängung von Erkrankungen und Todesfällen durch Infektionen (z. B. Pocken, Diphtherie, Typhus, Tuberkulose und Poliomyelitis) hatte zur Folge, dass sich die Lebenserwartung in Deutschland von 1900 bis heute verdoppelt hat. Damit erreichten mehr Personen ein höheres Alter, in dem die Wahrscheinlichkeit chronischer Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs zunimmt. Ein Überblick über die Altersabhängigkeit verschiedener Erkrankungen und Sterbewahrscheinlichkeiten ist in der Broschüre „Alters- und geschlechtsspezifische Mortalitätsraten in Baden-Württemberg" zu finden (mehr dazu „Weitere Informationen“, rechts). Chronische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für Behinderungen und Todesfälle. Kreislauf- und Krebserkrankungen sind als Ursache bei mehr als der Hälfte aller Todesfälle angegeben.  

Eine Reihe chronischer Krankheiten gilt als vermeidbar. Ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung und das Nichtrauchen können helfen, das Auftreten chronischer Erkrankungen zu vermeiden. Auch wenn jemand bereits an Diabetes, chronischer Herzkrankheit, Arthritis oder einer anderen Krankheit leidet, können mehr Bewegung und gesunde Ernährung dazu beitragen, mit der Krankheit besser zu leben und Komplikationen zu verhindern.