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Erwachsenenkohorte

Zu den Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes gehört die Beobachtung der Gesundheit der Bevölkerung. Da für Baden-Württemberg kaum Studien zur Gesundheit von Erwachsenen vorlagen, wurde im Jahr 2010/11 vom LGA in Kooperation mit Landratsämtern in zehn Stadt- und Landkreisen eine erste Untersuchung zur Umwelt und Gesundheit bei Erwachsenen durchgeführt. Für die Teilnahme an der Untersuchung wurden Mitarbeiter aus den Landratsämtern gebeten, Fragebögen auszufüllen, Blutproben abzugeben und, wenn möglich, auch an einer zweiten Untersuchung im Jahr 2016 teilzunehmen. Ziel dieser wiederholten Untersuchung ist es, Entwicklungen in Bezug auf den Gesundheitszustand, den Immunstatus, Allergien und Sensibilisierungen gegen Inhalationsallergene (insbesondere Ambrosia) und weitere gesundheitliche Faktoren bei Erwachsenen zu erkennen und zu bewerten. 

Aus der ersten Untersuchung 2010/11 liegen folgende Ergebnisse vor: 

Unfälle bei Erwachsenen in Baden-Württemberg 2011/12

Innerhalb von zwölf Monaten hatten etwa 17 % der Männer und 12 % der Frauen Verletzungen oder Vergiftungen erlitten, die ärztlich behandelt werden mussten (insgesamt 14 %). Die häufigsten Unfallorte waren: Wohnbereich, Verkehrswege, Sport- und Arbeitsstätten (außen/innen). Als häufigste Unfallarten wurden genannt: Stürze, Verletzungen durch fallende Gegenstände, Verkehrsunfälle, Verletzungen durch scharfe/spitze Gegenstände, Zusammenprall und Einklemmung/-quetschung. Die vorwiegenden Verletzungen bei Unfällen im Erwachsenenalter waren in dieser Untersuchung Prellungen, offene Wunden und Knochenbrüche. Die meisten Unfälle waren durch Bauelemente, Heimwerkerutensilien, Tiere und Küchengegenstände verursacht. 

Informationsquellen zu Gesundheitsthemen bei Erwachsenen in Baden-Württemberg 

Die häufigste Informationsquelle zu Gesundheitsthemen waren Zeitschriften, Zeitungen, Bücher oder Broschüren (bei 88 % der Befragten). An zweiter Stelle folgten Fernsehen und Radio, die von etwa 72 % der Befragten genutzt wurden. Etwa 69 % der Teilnehmer informierten sich bei Apothekern, Ärzten oder anderen Heilberufen über Gesundheitsthemen. Im Internet suchten 58 % der Befragten nach Informationen; 45 % informierten sich auch über Freunde und Bekannte. Als nicht ausreichend wurden Informationsangebote zu psychischen Erkrankungen von 36 % der Teilnehmer angesehen. Zu Unfällen und Unfallfolgen hätten etwa 23 % der Befragten gern mehr Informationen. Fast jeder Fünfte wünschte sich mehr Informationen zur Gesundheitsförderung. Jeweils 17-18 % hielten die Informationsangebote zu Krebserkrankungen, Infektionen, Asthma und Allergien für unzureichend. Zu Muskel-Skelett-Erkrankungen fühlten sich 85 % der Teilnehmer gut bis ausreichend informiert. Über 90 % der Befragten hielten die Informationsangebote zu Diabetes- und Herz-Kreislauferkrankungen für gut oder ausreichend.

Ärztin mißt am Arm eines Mannes den Blutdruck