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Allergien gegen Schimmelpilze

Bestandteile von Schimmelpilzen, wie z. B. die Pilzsporen selbst oder Bestandteile der Pilzfäden (Pilzmyzel), können wie viele andere biologische Stoffe bei entsprechend sensibilisierten Personen Allergien auslösen. Die Krankheitsmerkmale einer Schimmelpilzallergie können sich in chronischem Schnupfen, asthmatischen Beschwerden oder Hautausschlägen äußern und unterscheiden sich dabei nicht von den Merkmalen, die durch andere Allergene (z. B. Blütenpollen, Hausstaubmilben u. ä.) ausgelöst werden.

Wenn Allergien regelmäßig im zeitlichen oder räumlichen Zusammenhang mit dem Anwesenheit von Schimmelpilzen auftreten, kann dies als Hinweis auf das Vorliegen einer Schimmelpilzallergie gewertet werden. Da Schimmelpilze aber das ganze Jahr über sowohl in der Außenluft als auch in der Innenraumluft und im Hausstaub anzutreffen sind, lässt sich ein solcher Zusammenhang oft nur schwer ermitteln. Ob eine bestehende Allergie auf einen bestimmten Schimmelpilz zurückzuführen ist, kann daher nur durch spezifische Allergietests festgestellt werden, die unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden müssen.

Leichter festzustellen als eine Allergie ist eine Sensibilisierung gegen Schimmelpilze. Unter einer Sensibilisierung versteht man dabei die Bildung von bestimmten Antikörpern (IgE-Antikörper) gegen Schimmelpilzbestandteile, die im Blut der betreffenden Personen dann gemessen werden können. Eine Sensibilisierung kann häufig mit einer Allergie verbunden sein, sie kann aber auch ohne allergische Erscheinungen auftreten.

Allergien gegen Schimmelpilze sind wesentlich seltener als Allergien gegen Pollen oder Hausstaubmilben. Das Landesgesundheitsamt hat im Winter 2010/2011 knapp 1400 erwachsene Personen aus Baden-Württemberg untersucht und dabei folgende Ergebnisse gefunden:
  • 2,5 % wiesen eine Sensibilisierung gegen eine Mischung von verschiedenen Schimmelpilzen auf
  • 2,1 %-waren gegen den Schimmelpilz Alternaria alternata, der vorwiegend in der Außenluft vorkommt, sensibilisiert
  • 0,8 % waren gegen Penicillium chrysogenum und 0,2 % gegen Aspergillus versicolor sensibilisiert. Beide Pilze kommen vorwiegend in feuchten Innenräumen vor

Bei über 700 Viertklässlern aus Baden-Württemberg hat das Landesgesundheitsamt in den Jahren 2010 bis 2014 folgende Ergebnisse ermittelt:
  • 3,5 % waren gegen eine Mischung verschiedener Schimmelpilze sensibilisiert
  • 0,8 % wiesen eine Sensibilisierung gegen Penicillium chrysogenum und
  • 0,2 % eine Sensibilisierung gegen Aspergillus versicolor auf

Demnach sind Sensibilisierungen gegen Schimmelpilze aus der Wohnung eher seltener als gegen Schimmelpilze aus der Außenluft.