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Allergien gegen Hausstaubmilben

Allergien gegen Hausstaubmilben kommen in Deutschland ungefähr bei 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung vor. Die Allergien werden von Eiweißbestandteilen ausgelöst, die die Milben mit ihrem Kot ausscheiden. Hausstaubmilben ernähren sich hauptsächlich von menschlichen Hautschuppen und halten sich überwiegend in Matratzen und Bettbezügen auf. Feuchtigkeit begünstigt das Auftreten von Hausstaubmilben.

Das Landesgesundheitsamt hat im Winter 2013/14 bei 245 Viertklässlern aus den Kreisen Ravensburg, Ludwigsburg und Emmendingen die Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben untersucht. Eine Sensibilisierung bedeutet, dass spezifische IgE-Antikörper im Blut nachgewiesen werden können; nicht immer ist die Sensibilisierung mit allergischen Erscheinungen verbunden. Bei 18 % der untersuchten Kinder lag eine Sensibilisierung vor. Am höchsten war die Sensibilisierungsrate in Emmendingen (30 %).

Etwa die Hälfte der Kinder, die gegen Hausstaubmilben sensibilisiert waren, zeigten auch eine Sensibilisierung auf Vorratsmilben. Eine ausschließliche Sensibilisierung gegen Vorratsmilben trat bei keinem der Kinder auf. Vorratsmilben ernähren sich auch von Getreide, Fleisch, Käse etc. Tendenziell findet man die Hausstaubmilben häufiger in Städten und die Vorratsmilben eher auf dem Land, insbesondere auf Bauernhöfen.

Die Hausstaubmilbe ist daher nach wie vor in Innenräumen der wichtigste Auslöser von Allergien. Hausstaubmilbenallergien äußern sich in ganzjährigem chronischen Schnupfen, Hautjucken, Augenreizungen und asthmatischen Beschwerden. Meist treten die Beschwerden gehäuft im Herbst zu Beginn der Heizperiode auf.

Sofern die Bewohner nicht unter Milbenallergien leiden, sind Maßnahmen zur Vorbeugung von Milbenallergien nicht erforderlich.
Wenn jedoch bereits eine Milbenallergie besteht, sollte versucht werden, die Konzentration der Milbenallergene vor allem in den Schlafräumen zu vermindern. Als wirksam haben sich dabei allergendiche Bezüge der Matratzen und Bettdecken erwiesen. Die Bezüge sollten regelmäßig bei mindestens 60°C gewaschen werden. Wichtig ist auch eine gute Durchlüftung des Bettes. Die Luftfeuchtigkeit sollte nach Möglichkeit in den Räumen bei 45 bis 45 % rel. Feuchtigkeit liegen.