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Wie entsteht ein Hörschaden? Was passiert genau?

Akute Schädigung

Sie entsteht in Folge einer sehr lauten Lärmbelastung, z. B. nach dem Besuch von Konzerten, Diskotheken oder durch Knalltraumata z. B. an Silvester. Dabei entsteht eine Stoffwechselstörung, die zum Erschlaffen der Haarzellen führt (Funktionsverlust). Der Hörverlust kann auch nur vorübergehend bestehen und nach 16-48 Stunden durch Erholung wieder abklingen.
 
Eine akute Hörschädigung zeigt sich z. B. durch:
  • wattige Ohren, Rauschen im Ohr
  • Ohrgeräusche (Tinnitus), z. B. in Form von Ohrensausen, Klingeln, Pfeifen
  • Hörsturz, d. h. plötzlicher Hörverlust auf einem oder beiden Ohren
 

Bleibende Schädigung

Über Jahre fortdauernde starke Beschallung mit Pegeln über 85 dB(A), aber auch ein einmaliger Impulsschall (Explosion) mit mehr als 135 dB(A) zerstören die Haarzellen und verursachen einen dauerhaften Hörverlust.
 
Als Ursachen für Hörschäden durch Lärm werden die mechanische Zerstörung von Innenohr-Haarzellen und/oder eine Störung der Feindurchblutung im Innenohr angesehen.
 
Eine bleibende Hörschädigung zeigt sich durch:
  • Probleme, leise Signale zu hören
  • verzerrtes Hören, besonders von lauten Signalen
  • eingeschränktes Sprachverstehen
  • schlechtes Richtungshören
  • Ohrgeräusche
 

Was bedeutet ein Hörschaden im Alltag?

  • Schwierigkeiten, seine Mitmenschen zu verstehen
  • Schwierigkeiten, Musik zu hören, zu telefonieren
  • Kontaktverluste
  • Psychische Belastungen (Stress, Depressionen)
  • Isolation
  • Erhöhtes Unfallrisiko
  • Einschränkungen der Berufsfähigkeit und bei der Berufswahl (nicht geeignet bei einer Hörbehinderung sind zum Beispiel Tätigkeiten in derMusikbranche oder als Call Center Agent / in der Telefonberatung)
 
Insgesamt bedeutet es eine deutliche Verminderung der Lebensqualität.