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Anpassungsmaßnahmen

Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel sind vor allem auf den Gebieten notwendig, auf welchen die Vulnerabilität groß ist bzw. dort wo viele Menschen von den Folgen des Klimawandels negativ betroffen sind. Bei fortschreitendem Klimawandel müssen schon existierende Maßnahmen deutlich ausgebaut und weiter entwickelt werden bzw. statt einem empfehlenden einen verbindlichen Charakter erhalten. Daneben werden neue, bisher nicht existierende Maßnahmen erforderlich werden.

Die sehr unterschiedlichen Vorschläge lassen sich drei Maßnahmengruppen zuordnen.

Informationen

Die Bevölkerung oder Bevölkerungsgruppen (z.B. Beschäftigte in Außenberufen oder Besucher von Badeeinrichtungen) werden über die Veränderungen und die sich daraus ergebenden Gefährdungen informiert bzw. vor gesundheitsgefährdenden Entwicklungen gewarnt. Personen in bestimmten Berufen (z.B. Ärzte, Landwirte) oder Führungspositionen (z.B. Lehrer) werden über für sie relevante Entwicklungen informiert.

Monitoring und Surveillance

Unter Monitoring versteht man die direkte Beobachtung bzw. Überwachung eines Zustands oder eines Vorgangs durch ein besonderes Instrumentarium, um anhand der Ergebnisse eine längerfristige Entwicklung bewerten zu können. Surveillance ist die systematische und dauerhafte Überwachung von Erkrankungs- und Todesfällen in der Bevölkerung. Durch die Auswertung der Ergebnisse ergeben sich Hinweise auf Ursachen und Verbreitung von Krankheiten.

Die Auswirkungen von meteorologischen Ereignissen und klimatischen Veränderungen auf die Morbidität und Mortalität sowie auf die Entwicklungen bei Vektoren und Schadorganismen müssen aktuell und dauerhaft beobachtet werden. Monitoring und Surveillance spielen auf dem Handlungsfeld Gesundheit daher eine besondere Rolle. Damit sollen der Gesundheitspolitik auf kommunaler wie auf Landesebene aufgearbeitete Informationen als Grundlage für Entscheidungen und weiteres Vorgehen an die Hand gegeben werden.

Empfehlungen für aktives Handeln

Eine dritte Gruppe von Maßnahmen bilden die Empfehlungen für aktives Handeln, um Folgen des Klimawandels in Bezug auf die Gesundheit in der Bevölkerung zu verhindern oder zu verringern. Diese Maßnahmenvorschläge benötigen einen rechtlichen Rahmen und sollen dann in der Zielgruppe durchgesetzt werden. Maßnahmen sind auch nach ihrem zeitlichen Bezug zur Anwendung zu unterscheiden: Maßnahmen, die kurzfristig wirken sollen (z.B. aktuelle Informationen), mittelfristige Maßnahmen (z.B. organisatorische Maßnahmen) und langfristige Maßnahmen (z.B. Infrastrukturmaßnahmen). Bezüglich der Dringlichkeit stehen Infrastrukturmaßnahmen an erster Stelle.
Nackte Füsse auf ausgetrockneter Erde

Kontakt

Landesgesundheitsamt
Baden-Württemberg

Dr. Guido Fischer
+49 711 904-39660