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  • Ministerium für Soziales und Integration
    29.11.2017
    Weltaidstag
    Gesundheitsminister Manne Lucha anlässlich des Weltaidstags am 1. Dezember

    ​„Eine HIV-Erkrankung ist nach wie vor nicht heilbar – wenn eine Infektion aber früh diagnostiziert und behandelt wird, haben Betroffene heute eine annähernd normale Lebenserwartung. Deshalb gilt: im Zweifel lieber testen lassen. Alle Gesundheitsämter in Baden-Württemberg bieten kostenlose und anonyme HIV-Tests an“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha anlässlich des Weltaidstags am Freitag (1. Dezember).

    Eine aktuelle europaweite Auswertung habe ergeben, dass die Infektionsrate in Europa zwar leicht rückläufig sei, dass es im Schnitt aber drei Jahre von der Infektion bis zur Diagnose dauere – das sei viel zu lang, so Minister Lucha. Gründe für einen späten oder immer wieder hinausgeschobenen Test könnten beispielsweise Verdrängung, fehlende Information und Angst vor Stigmatisierung auf Seiten der Betroffenen sein.

    Schutz durch erfolgreiche Behandlung

    „Eine erfolgreiche Therapie im Falle von HIV ist nach wie vor nicht gleichbedeutend mit der Heilung, sondern lediglich damit, dass das Virus im Blut nicht mehr nachweisbar ist“, so Lucha. Das Übertragungsrisiko bei sexuellen Kontakten mit HIV-positiven Menschen, die erfolgreich behandelt würden, sei allerdings nahe Null.

    Lucha: „HIV-positive Menschen, die sich testen und behandeln lassen, sorgen also nicht nur für ihre eigene Lebensqualität, sie schützen auch ihre Sexualpartner vor der HIV-Infektion.“ Er erinnerte daran, dass Kondome nicht nur vor einer HIV-Infektion schützten, sondern auch das Risiko der Übertragung anderer sexuell übertragbarer Krankheiten wie Hepatitis oder Syphilis reduzierten.

    Hintergrund

    In Deutschland steckten sich nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr etwas mehr als 3.000 Menschen mit dem HI-Virus an. Geschätzte 12.700 der 88.400 Menschen mit HIV in Deutschland wüssten nicht, dass sie infiziert seien. 460 Menschen starben nach RKI-Daten vergangenes Jahr mit oder an HIV.

    Die Zahl der in Baden-Württemberg lebenden Menschen mit HIV-Infektion schätzte das RKI Ende des Jahres 2016 auf rund 10.100. Die Anzahl der Neuinfektionen im Land belief sich im Jahr 2016 demnach auf rund 300.

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