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Pressemitteilungen
Sonstige
  • Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg
    11.10.2015
    Glücksspielsucht: Sozialministerin setzt auf Prävention bei Jugendlichen
    Sozialministerin Katrin Altpeter hat eine neue Möglichkeit vorgestellt, mit der Lehrerinnen und Lehrer Jugendliche auf die Gefahren von Glücksspielsucht aufmerksam machen können.

    ​Bei der Ansprache und Aufklärung helfen soll ein neuer Info- und Materialienkoffer, der den Kommunalen Suchtbeauftragten bzw. den Beauftragen für Suchtprophylaxe aller Stadt- und Landkreise im Land kostenlos und dauerhaft zur Verfügung gestellt wird.

    Interessierte können den gemeinsam von Sozialministerium und Landesgesundheitsamt auf den Weg gebrachten Präventionskoffer dort ausleihen. Die in dem Koffer zusammengestellten Materialien richten sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren.
    „Menschen, die schon in jungen Jahren mit dem Glücksspiel beginnen, sind besonders gefährdet, zu einem späteren Zeitpunkt eine Suchterkrankung zu entwickeln. Deshalb ist es wichtig, dass wir bereits im Jugend- und jungen Erwachsenenalter auf Prävention und Aufklärung setzen“, erklärte die Ministerin. Sie verwies auf eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, wonach bereits über 9 Prozent der 18-20-jährigen befragten Männer in Deutschland ein problematisches oder pathologisches Spielverhalten erkennen lassen.
    „Wir wollen die jungen Menschen warnen, dass Glücksspielsucht nicht nur gravierende finanzielle, sondern auch soziale Folgen für die Betroffenen hat und oft nicht nur deren Existenz, sondern auch die der ganzen Familie bedroht.“
     
    Glücksspiel-Präventionskoffer macht Gefahren des Spielens erlebbar
     
    Holger Hackel, Suchthilfekoordinator des Rems-Murr-Kreises, konnte die neuen Materialien bereits bei einem Termin mit der Ministerin in Augenschein nehmen. Sein Eindruck: „Die Glücksspiel-Präventionskoffer eignen sich sehr gut, um durch spielerisch erzeugte Erlebnissituationen die Hinterfragung des eigenen Spielverhaltens anzuregen. Auf diese Weise werden die Gefahren des Spielens erlebbar gemacht. Das ist ein ganz anderer Zugang als reine Informationsvermittlung.“
    Die Teilnahme an Glücksspielen ist in Deutschland weit verbreitet: 78,7 Prozent der in Deutschland lebenden Bevölkerung zwischen 16 und 65 Jahren haben in einer repräsentativen Befragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung des Jahres 2013 angegeben, schon einmal an einem Glücksspiel teilgenommen zu haben.
    Auch unter 18-Jährige kommen mit Glücksspiel in Berührung: Obwohl sie in Deutschland nicht an Glücksspielen teilnehmen dürfen, haben 48 Prozent der befragten Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren angegeben, schon mal an einem Glücksspiel teilgenommen zu haben (BZgA 2014). Besonders junge Männer weisen ein erhöhtes Risiko für pathologisches Glücksspielen auf: Bei den 18-20-Jährigen zeigen bereits über 9 Prozent ein problematisches (noch keine Sucht, das Spielverhalten hat aber bereits gesundheitliche und/oder soziale Folgen) oder sogar pathologisches Spielverhalten.

    Kampagne „Spielverderber“
     
    Mehr Informationen zum Thema Glücksspielsucht, Kontaktadressen sowie Hilfsangebote und zur vom Sozialministerium und Landesgesundheitsamt ins Leben gerufenen Kampagne „Spielverderber“ finden Sie auf der unten stehenden Website. Die Kampagne hat das Ziel, über die Risiken des pathologischen Glücksspiels aufzuklären. Die Informationen der Homepage können in Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch und Türkisch abgerufen werden.
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