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Wohnen im Alter

Mit einem prognostizierten Anteil von Senioren von 46,2 Prozent wird die deutsche Bevölkerung im Jahr 2030 die älteste innerhalb Europas sein. (Quelle: Eurostat, März 2010). 
 
In Deutschland steigt wie in den meisten europäischen Ländern das Durchschnittsalter der Bevölkerung. Dabei ist der Wunsch, in den "eigenen vier Wänden" alt zu werden, bei den Deutschen so stark wie eh und je. Mit dem demografischen Wandel nehmen  jedoch körperliche und kognitive Beeinträchtigungen in der Bevölkerung zu. Dennoch wird auf die besonderen Bedürfnisse älterer oder behinderten Menschen bei der Gestaltung von Gebäuden und der Wohnumgebung bisher wenig geachtet. Barrieren beschränken die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und führen zu sozialer Isolation. Zudem erhöhen sie das Unfallrisiko. Die meisten tödlichen häuslichen Unfälle sind Stürze von älteren Menschen. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden).
 
Da alte Gebäude nur zu einem sehr geringen Teil durch neue ersetzt werden, bedarf es in bereits bestehenden Gebäuden oft kostspieliger Umbaumaßnahmen, um hindernisfreie Zugänge zu schaffen und Unfallgefahren zu mindern. Bei der künftigen Gestaltung von öffentlichen Räumen und Wohnungen sollten barrierefreie und flexible Konzepte vorausschauend verwirklicht werden.
 
Insbesondere bei der Entwicklung von Stadtquartieren sollten die Bedürfnisse von älteren und behinderten Menschen stärker berücksichtigt werden. Neben traditionellen Wohnformen für ältere Menschen wie etwa Altenheimen, Altenwohnheimen und Pflegeheimen entwickeln sich seit einiger Zeit verschiedene neue Wohnformen. Hierher gehören das Betreute Wohnen sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften.
 
Auf der anderen Seite stellt sich aber auch die Aufgabe, dem demografischen Wandel entgegen zu wirken und den Lebensraum für Familien mit Kindern zu stärken. Die Stadtplanung steht also vor der Herausforderung, innovative Generationenprojekte zu entwickeln, die den sich wandelnden Bedürfnissen der Gesellschaft nach gesundem Wohnen gerecht werden.