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Risiko Schimmelpilze

Immer häufiger kommt es in Wohnungen zu Schimmelpilzbefall. In Europa sind schätzungsweise 10-50% der Innenräume (je nach Land), in denen Menschen leben, arbeiten und spielen, feucht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO ist besorgt über diese Situation, weil übermäßige Feuchtigkeit und Schimmel eine Gefahr für die Gesundheit sind.
 
In Baden-Württemberg haben bei den Untersuchungen von Viertklässlern in den vergangenen Jahren regelmäßig etwa 20 % der Eltern angegeben, dass in ihren Wohnungen Schimmelpilzbefall oder Feuchtigkeitsflecken beobachtet wurden (LGA Untersuchungsprogramm  „Monitoring Gesundheit und Umwelt", Bericht 2012b).

Wesentliche Ursachen für in Feuchtigkeit und Schimmel in Wohnungen sind u.a.:
  • falsches Wohnverhalten (z. B. ungeeignetes Heizen, Lüftungsmängel und Kondenswasser-Bildung beim Kochen oder Duschen
  • ungenügende Wärmedämmungen,  bauliche Mängel  (z. B. Kältebrücken an Außenwänden und Tauwasserbildung als Folge, Risse im Mauerwerk und in der Außenfassade, mangelnde Abdichtung zum Untergrund oder ungenügende Austrocknung des Rohbaus)
  • Feuchtigkeitsschäden, Havarien und Hochwasserkatastrophen
 

Schimmelpilze: Gesundheitliche Risiken?

Schimmelpilze sind mikroskopisch kleine Organismen. Es gibt etwa 100.000 verschiedene Schimmelpilzarten.  Sie sind in der Regel kein Problem in Innenräumen, es sei denn,  die Schimmelpilzsporen können auf nassen oder feuchten Oberflächen wachsen. Schimmelpilze  haben das Potential einige Gesundheitsprobleme zu verursachen:
 

Allergien

Die Schimmelpilzsporen oder kleine Bruchstücke von Schimmelpilzen können eingeatmet werden und lösen dann eine allergische Reaktion aus. Mögliche Symptome einer sogenannten Inhalations-Allergie sind z. B. Reizungen der Nasenschleimhäute, Schnupfen (Rhinitis allergica, Heuschnupfen), Husten,  Atemnot,  Asthma.
 

Infektionen

Durch Schimmelpilze ausgelöste Pilzinfektionen können alle Organsysteme (wie z. B. Haut, Lunge oder Leber) befallen. Für gesunde Menschen besteht normalerweise keine Gefahr, an einer Schimmelpilzinfektion zu erkranken. Gefährlich kann es für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem werden (z. B. bei Leukämie, bei AIDS, nach einer Transplantation oder nach einer Chemotherapie, bei Tuberkulose)
 

Vergiftungen

Einige Schimmelpilzarten produzieren Giftstoffe, die durch den Verzehr von verschimmelten Lebensmitteln aufgenommen werden können.
 
Einige Menschen sind empfindlicher als andere. Zu dieser Gruppe (vulnerable Personen) gehören: Babys und Kinder, ältere Menschen, Menschen mit bestehenden Hautproblemen (z. B. Ekzemen) oder Immungeschwächte. Diese Gruppe braucht besondere Schutzmaßnahmen gegen Schimmelpilze.