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Anpassung an den Klimawandel

 
Das Klima spielt eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit. Die globale Erwärmung und besonders die damit verbundene Zunahme von Hitzewellen und anderen extremen Wetterereignissen wirken sich auf unsere Lebens- und Wohnbedingungen aus. Um die weit reichenden Folgen für Umwelt und Gesundheit gering zu halten, will die Bundesregierung den Klimaschutz voranbringen und gleichzeitig konkrete Vorsorgemaßnahmen treffen. Damit Gesellschaft und Natur so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, wurde die Deutsche Anpassungsstrategie (DAS) entwickelt.
 
Anpassungsstrategien an den Klimawandel, die den Wohnbereich betreffen, können langfristige Klimaschutzziele verfolgen und sich gleichzeitig positiv auf die Gesundheit auswirken. Dies ist dann der Fall, wenn bei der Auswahl solcher Anpassungsmaßnahmen explizit auf die Abwägung eventueller Gesundheitsrisiken und dem möglichen gesundheitlichen Nutzen geachtet wird.
 
Zum Beispiel könnte die gesundheitliche Ungleichheit bekämpft werden, indem Finanzierungsprogramme für die energetische Sanierung im Sozialen Wohnungsbau aufgelegt werden.
 
Bei der Durchführung der Anpassungsmaßnahmen sollten auch Gesundheitsrisiken mit einkalkuliert werden, die während des Baus, Umbaus oder Renovierung bei den beteiligten Arbeitern, Handwerkern, Bauherren und Bewohnern auftreten könnten.
 
Dem Nutzerverhalten der Bewohner (z.B. Regulation der Zimmertemperatur und Lüftung) kommt dabei eine große Bedeutung zu, weil es die Effektivität einiger Klimaschutzmaßnahmen beeinflusst und sich direkt auf die Gesundheit auswirken kann.
Die Ergebnisse der WHO-Dokumentation „Health in the Green Economy - Housing Sector“ zeigen, dass es im Zuge der Anpassungsmaßnahmen dringend notwendig ist, die Gesundheit stärker in der Wohnungspolitik zu berücksichtigen. Das kann zum Beispiel durch verbesserte Gebäudestandards  in Form von Bauvorschriften oder gesetzliche Regelungen für Mindeststandards während der Nutzung geschehen.