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Vermeidung von Schimmelpilzbefall

Was kann ich zur Vermeidung eines Schimmelpilzbefalls tun?

  • Der Mieter ist bei der Objektübergabe über die einzuhaltenden Lüftungs- und Nutzungsbedingungen zu informieren. Bestehen unübliche Anforderungen, müssen diese bei Vertragsschluss vereinbart werden!
  • Wohn- und Büroräume (außer Kellerräume) sind bedarfsgerecht zu lüften, z.B. durch Stoßlüften. Fenster in Dauerkippstellung im Winter sind zu vermeiden.
  • Kellerräume oder Wohn- und Büroräume mit erdberührten Außenwänden sollten gelüftet werden, wenn die Außenluft kälter ist als die Innenraumluft.
  • Keine warme Luft (z.B. Wohnzimmer) in unbeheizte Räume (z.B. Schlafzimmer) lüften - Türen zu kühleren oder feuchteren Räumen sind geschlossen zu halten. Die kälteren Räume sind separat zu lüften.
  • Auch im Winter sollten größere Temperaturschwankungen (z.B. Temperaturabsenkungen) in Innenräumen vermieden werden.
  • Die beim Duschen, Kochen oder Wäschetrocknen entstehende Feuchtigkeit muss kurzfristig direkt abgelüftet werden (z.B. Fensterlüftung, Abluft, Dunstabzug).
  • Möbel sollten möglichst nicht an schlecht gedämmten Außenwänden platziert werden. Bei der Möblierung von Außenwänden ist deren Dämmqualität zu berücksichtigen. Gegebenenfalls können Maßnahmen wie verbesserte Dämmung der Außenwand, lokales Beheizen oder Hinterlüften der Möbel ergriffen werden. 
  • Temperatur und Luftfeuchte sollten in Innenräumen beobachtet werden (Thermo-Hygrometer). Empfohlenes Wohnklima in der Heizperiode: ca. 20 °C, möglichst < 50 % rel. Feuchte.
  • In Neubauten ist darauf zu achten, dass in den ersten beiden Jahren nach Fertigstellung des Bauwerks noch größere Mengen Feuchtigkeit abgegeben werden (Neubaufeuchte). Das setzt ein besonderes Lüftungsverhalten (z.B. höhere Luftwechselrate, technische Trocknung) voraus. Bei Möbeln mit direktem Wandkontakt (z.B. Küchenmöblierung) kann es zu Feuchtestau und damit zu Schimmelbefall kommen. Der Nutzer eines solchen Objektes ist davon in Kenntnis zu setzen.
  • Grundsätzlich ist eine Außendämmung einer Innendämmung vorzuziehen. In beiden Fällen ist eine Fachfirma zu beauftragen und die jeweilige Maßnahme zu planen.
  • Beim Einbau neuer dichtschließender Fenster sollte ein Lüftungskonzept erstellt werden. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang eine Nachrüstung mit einer Außenwärmedämmung. 
  • Bau- und technische Mängel (z.B. Abluftanlage in innenliegenden Räumen ohne Zuluft-Öffnungen, Filter verstopft) sind häufig Ursache für Schimmelpilzprobleme. Das gesamte Bauwerk ist daher auf solche Mängel hin in Augenschein zu nehmen.