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Lehrinhalte Schimmelpilzsanierer

 Was sind Qualitätsanforderungen an den Durchführenden?

  • Erforderliche Teilnahme an einem neutralen, mindestens zweitägigen Ausbildungslehrgang (z.B. „Sachkundelehrgang Schimmelpilzsanierung" eines entsprechenden Fachverbandes (siehe Mitglieder des Netzwerkes), der in Zusammenarbeit mit der jeweiligen Berufsgenossenschaft sowie der zuständigen Landesstelle für Gesundheit (z.B. Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg) durchgeführt wird. 
  • Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen

Vorsicht bei ungeeigneten Materialien, Mitteln und Verfahren zur Sanierung!

Zur Beseitigung und Vermeidung von Schimmelpilzbefall wird im Handel, im Internet usw. eine Vielzahl von Materialien, Mitteln und Verfahren zur Schimmelpilzsanierung angeboten. Diese sind kritisch zu prüfen, da ihr konkreter Anwendungsbereich oft nicht angegeben wird und manche Verfahren wirkungslos oder gar gesundheitlich bedenklich sind.

Für eine qualifizierte Beratung zur Schimmelpilzsanierung sollten in Fortbildungsseminaren mindestens folgende Inhalte unterrichtet werden:

Einzuhaltende Arbeitsschutzbestimmungen bei Schimmelpilzsanierungen

  • Grundlagen
  • Gefährdungsbeurteilung
  • Technische und organisatorische Schutzmaßnahmen
  • Auswahl persönlicher Schutzausrüstung
  • Training an Fallbeispielen

Eigenschaften von Schimmelpilzen

  • Vorkommen, Wachstumsvoraussetzungen, gesundheitliche Wirkung von Schimmelpilzen, Nachweis von Schimmelpilzen

Allgemeine Kriterien, die bei einer Schimmelpilzsanierung einzuhalten sind

  • Ermittlung der Ursache und des Ausmaßes eines Feuchte- / Schimmelpilzschadens
  • Abschätzung des vorliegenden gesundheitlichen Risikos für die Nutzer und für die Sanierer
  • Erstellung eines Sanierungskonzeptes
  • Beseitigung der Ursachen des Schadens
  • Entfernung befallener bzw. verschimmelter Materialen
  • Desinfizierende Reinigung, technische Trocknung
  • Feinreinigung
  • Abnahme des Objektes

Bauphysik

  • nutzungs- und baulich bedingte Ursachen für Feuchteschäden
  • bautechnisch einzuhaltende Mindestanforderungen
  • bauphysikalische Verfahren zur Ermittlung von Ursachen für Feuchteschäden und deren Ausmaß
  • Training an Fallbeispielen

Bewährte Sanierungstechniken z.B.

  • Außendämmung (z. B. Wärmedämm-Verbundsystem)
  • Innendämmung
  • Belüftung und Beheizung
  • Produkteigenschaften

 Interpretation von Gutachten hinsichtlich

  • der Schadensursache
  • des Schadensumfangs
  • des von einem Schimmelpilzbefall ausgehenden Risikos
  • der Sanierungsempfehlungen

Was kann der Sanierer selbst beurteilen und durchführen und wo ist der Sanierer auf die Unterstützung anderer Fachdisziplinen angewiesen?

  • Rechtliche Fragestellungen, die im Zusammenhang mit Schimmelpilzsanierungen zu beachten sind 
  • Empfehlungen zur Vermeidung von Schimmelpilzbefall, Beratung von Kunden 
  • Literatur zur Schimmelpilzsanierung

Fachkundenachweis

  • Prüfung; Teilnehmeranzahl max. 30