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MRSA (Methicillin resistenter Staphylococcus aureus)

Jeder Mensch ist mit einer Vielzahl von Bakterien besiedelt. Auf der Haut, den Schleimhäuten und besonders im Darm leben Millionen solcher Mikroben. Das Bakterium Staphylococcus aureus ist auf der Schleimhaut im vorderen Nasenabschnitt und zum Teil auf der Haut vieler gesunder Menschen zu finden, ohne dass es seinen Träger krank macht.

Wenn es gegen verschiedene Antibiotika widerstandsfähig geworden ist, nennt man es MRSA: Multi-Resistenter oder Methicillin-Resistenter Staphylococcus aureus.

Auch solche MRSA sind für gesunde Personen außerhalb des Krankenhauses zumeist ungefährlich. Im Kontakt mit Krankenhauspatienten besteht indes ein Risiko der Übertragung und auch einer möglichen Infektion, z. B. wenn die Bakterien bei Verletzungen oder medizinischen Eingriffen von der Haut- und Schleimhautoberfläche in das darunterliegende Gewebe gelangen und in den Körper eindringen.

Dabei kann es zu Entzündungen und Abszessen kommen, bei einem schwachen Immunsystem auch zu schweren Infektionen wie Blutvergiftung und Lungenentzündung. Da viele Antibiotika gegen MRSA nicht mehr wirksam sind, können solche Infektionen dann oft nur noch mit Reservewirkstoffen und manchmal unsicherem Erfolg behandelt werden.

Befinden sich die Erreger nur auf der Haut, ohne Krankheit zu verursachen, so spricht man von einer Besiedelung. In einem solchen Fall können bestimmte Maßnahmen zur Entfernung dieser Bakterien von der Haut eingeleitet werden. Bei einer solchen Sanierung handelt es sich um Ganzkörperwaschungen, Mundspülungen mit antiseptischen Wirkstoffen und Anwendungen wirksamer Nasensalben.