Befehle des Menübands überspringen
Zum Hauptinhalt wechseln

Der Weg in die Sucht

 
Ein pathologischer Spieler war nicht von seiner aller ersten Teilnahme an einem Glücksspiel süchtig. Bevor es zu einer Sucht kommt, durchläuft ein Spieler verschiedene Phasen. Der Übergang zwischen einem gesunden, bedenkenlosen Glücksspielverhalten, bei dem Spaß und Unterhaltung im Vordergrund stehen zu problematischem Glücksspielverhalten und zu pathologischem Glücksspiel sind fließend.
 
Zunächst wird das Glücksspielen als etwas Schönes erlebt, kleinere oder auch mal größere Gewinne erhöhen den Reiz und führen zu positiven Gefühlen. Ein Gewinn wird oft eher dem eigenen Können als dem Glück zugeschrieben, mehr Geld wird eingesetzt, um höhere Gewinnen zu erzielen.

Nicht nur die Einsätze werden höher, die Zeit, die zum Glücksspielen genutzt wird, wird öfter und länger. Durch diese Faktoren werden die Verluste größer und ein Kreislauf beginnt: höhere Einsätze, häufigeres und längeres Spielen sollen das Geld zurück gewinnen, mehr Geld wird verloren, noch höhere Einsätze und noch häufigeres und längeres Spielen sollen das verlorene Geld zurück gewinnen...

Das Glücksspielen wird mehr und mehr zum Mittelpunkt aller Interessen eines Spielers und wird auch dazu genutzt, um unangenehmen Gefühlen aus dem Alltag zu entfliehen. Trotzdem soll das häufige Spielen vor Familie, Freunden, Kollegen etc. geheim gehalten werden, was immer wieder zu Lügen führt. Um weiterspielen zu können bzw. um Spielschulden bezahlen zu können leihen Betroffene Geld, bei der Familie, bei Freunden, bei der Pfandleihe - oder sie nehmen Kredite auf.

Kann der Spieler nicht aufhören zu spielen, obwohl sein Glücksspielverhalten zu großen Problemen im familiären, sozialen und beruflichen Bereich führt, hat er die Kontrolle über sein Verhalten verloren. Man spricht hier von Sucht bzw. pathologischem Glücksspielen. Diese fehlende Kontrolle kann zum finanziellen Ruin führen, aber auch dazu, dass Beziehungen und Freundschaften auseinander brechen. Spieler haben die falsche Überzeugung, durch erneutes Spielen ihre Verluste zurück zugewinnen. Um an mehr Geld zu kommen, schrecken einige Spieler auch nicht vor kriminellen Handlungen zurück.

Die belastende finanzielle Situation führt häufig zu Schuldgefühlen, Selbstverachtung und sogar zu Selbstmordgedanken.
Wortbildmarke Spielverderber