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Glücksspielsucht

 
Pathologisches Glücksspielen, wie man die Glücksspielsucht in der Medizin nennt, gehört zu den sogenannten Verhaltensüchten. Sie ist also eine Suchtform, die nicht von einem Stoff (z. B. Alkohol oder Nikotin) abhängig ist.
 
Ein Mensch, der zu viel spielt, kann die Kontrolle über sein eigenes Verhalten verlieren. Aber natürlich gibt es nicht eine Ursache bzw. mehrere, eindeutige Ursachen, die zu einer Sucht führen. Vielmehr liegen einer Sucht ein Gefüge individueller, sozialer und biologischer Faktoren zugrunde. Konsum und Missbrauch dienen häufig dazu, den Einzelnen bei den Anforderungen des Alltags zu unterstützen oder diesem zu entfliehen, Gefühle zu verdrängen oder erträglicher zu machen, Leere auszufüllen und Langeweile zu ertragen. Treffen bestimmte Faktoren aus den Bereichen Suchtmittel, Person und Umfeld zusammen, kann Sucht entstehen.
 
Unter dem Faktor Person lassen sich sowohl körperliche, als auch psychische Eigenschaften einbeziehen. Insbesondere geringes Selbstwertgefühl, mangelnde Fähigkeit mit Enttäuschungen, Belastungen, Schwierigkeiten und Problemen umzugehen, aber auch eine hohe Bereitschaft Risiken einzugehen, gelten als Risikofaktoren für eine Suchtentwicklung.
 
Das Umfeld umfasst Familie, Arbeitsplatz, Kindergarten, Schule, Freundeskreis, Freizeiteinrichtungen etc. In den genannten Lebensbereichen können sich die von Menschen individuell wahrgenommene Belastungssituationen und Gewohnheiten suchtfördernd auswirken. Belastungsfaktoren sind z. B. fehlende soziale Beziehungen, Leistungs- und Konkurrenzdruck, schlechte Berufs- und Lebensaussichten, Arbeitslosigkeit, Schulden, unzureichende Wohnverhältnisse, mangelnde Wertschätzung und Überforderung.
 
Der Verlauf einer Suchtentwicklung wird darüber hinaus auch durch die Eigenschaften der Suchtmittel selbst, also durch das Glücksspiel und durch die Konsumdauer beeinflusst. Ein Gewinn beim Glücksspiel führt z. B. zu einem positiven Gefühl, um dieses Gefühl erneut zu erleben wird immer weitergespielt, immer mehr Geld verloren, immer mehr Geld soll „zurückgewonnen“ werden...
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