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    23.08.2018
    West-Nil-Virus in Europa
    Bis Mitte August wurden 335 West-Nil-Virus-Erkrankungen aus Italien, Serbien, Griechenland, Ungarn, Rumänien, Frankreich und dem Kosovo berichtet

    Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) hat am 13.08.2018 ein Rapid Risk Assessment (RRA) zu West-Nil-Virus-Infektionen in Europa veröffentlicht. Das West-Nil-Virus ist eine in verschiedenen Regionen der Welt endemisch vorkommende, von Stechmücken übertragene Zoonose. Die Infektion ist bei Menschen häufig asymptomatisch, kann aber auch zu einer fieberhaften Erkrankung und sehr selten zu einer Gehirnentzündung führen. Betroffen sind vor allem ältere und immungeschwächte Personen. Das ECDC erwartet in den nächsten Monaten erhöhte Fallzahlen und eventuell eine Ausbreitung in Gebiete, die bisher noch nicht betroffen waren.

    Neben Europa treten West-Nil-Virus-Infektionen derzeit in den USA auf. Betroffen sind die Regionen Louisiana, Kalifornien, Missisippi und South Dakota.

    Um eine Übertragung durch Blutprodukte zu verhindern, dürfen Personen, die in betroffenen Gegenden leben oder sich in den letzten 28 Tagen dort aufgehalten haben, keine Blut spenden bzw. werden auf West-Nil-Virus getestet.

    Bisher wurden in Deutschland keine Übertragungen von West-Nil-Virus dokumentiert, es sind jedoch gelegentlich reiseassoziierte Fälle aufgetreten. Es besteht die Möglichkeit, dass sich deutsche Reisende aktuell in Südeuropa bzw. in den USA infizieren und vereinzelt auch schwer erkranken.

    Weitere Informationen unter:

     
    Weekly updates: 2018 West Nile fever transmission season

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