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    01.08.2018
    Anstieg bei EHEC-Erkrankungen – Handhygiene beachten
    Seit Jahresbeginn wurden 217 EHEC-Fälle übermittelt. Das sind 35% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (160) und über doppelt so viel wie im Mittel der Jahre 2012 bis 2015 (KW 1 bis 30: 82 Fälle).

    ​Am stärksten betroffen sind Kinder im Alter bis 4 Jahren.

    Eine Häufung in einem Kindergarten mit insgesamt 15 Fällen sowie ein kleinerer Ausbruch in einem Haushalt haben zu den hohen Fallzahlen der letzten beiden Meldewochen (16 bzw. 18 Fälle) beigetragen. Seit Jahresbeginn sind 13 weitere kleinere Häufungen mit je 2 bis 4 Fällen im privaten Umfeld übermittelt.

    Eine EHEC-Infektion zeichnet sich aus durch gastrointestinale Symptome wie Durchfall, auch blutigen Durchfall, und Bauchschmerzen. In seltenen Fällen kann sich ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) entwickeln mit Anämie, Thrombopenie und Nierenversagen.
     
    EHEC-Infektionen können durch orale Aufnahme von Fäkalspuren übertragen werden, wie z.B. bei Kontakt zu Wiederkäuern oder beim Verzehr kontaminierter Lebensmittel, wie z.B. Rohmilch. Auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen sind im Gegensatz zu anderen bakteriellen Gastroenteritis-Erregern ein bedeutender Übertragungsweg. Daher sollte insbesondere bei Kleinkindern nach Kontakt mit Tieren und vor dem Essen auf eine Handhygiene geachtet werden. 

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