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  • InfektNews
    03.05.2018
    FSME-Fälle nehmen zu
    Die FSME (Frühsommermeningoenzephalitis)-Saison hat begonnen.

    Seit Mitte März wurden bislang vier FSME-Erkrankungen übermittelt, hiervon zwei Fälle seit Ende April.  In Baden-Württemberg sind unverändert alle Stadt- und Landkreise außer dem SK Heilbronn FSME-Risikogebiete. Dies zeigt die vom Robert Koch-Institut veröffentlichte Karte zu den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland.

    Robert Koch-Institut: Epidemiologisches Bulletin

    Ein wirksamer Schutz gegen FSME-Erkrankungen stellt die mehrfache Schutzimpfung gegen FSME dar. Die Impfung wird für Personen empfohlen, die in Risikogebieten wohnen oder arbeiten und dabei ein Risiko für Zeckenstiche haben und für Personen, die sich aus anderen Gründen in Risikogebieten aufhalten und dabei gegenüber Zecken exponiert sind. Häufig wird die Infektion im eigenen Garten erworben. Da Zecken nicht nur FSME, sondern auch weitere Erkrankungen wie Borreliose und Tularämie übertragen können, rät das Landesgesundheitsamt zu praktischen Schutzmaßnahmen. So sollte man bei Aufenthalt in der Natur lange Kleidung und festes Schuhwerk tragen. Auf heller Kleidung lassen sich die Zecken leichter entdecken und entfernen. Daheim sollte man seinen Körper genau auf Zecken absuchen, insbesondere auch in Hautfalten, da Zecken das feucht-warme Milieu mögen.

    Weitere Informationen:
    Im Jahr 2017 wurden mit insgesamt 180 FSME-Erkrankungen deutlich mehr Fälle registriert als in den Jahren 2015 (61 Fälle) und 2016 (117 Fälle). Bei allen 180 Erkrankungen lagen Angaben zum klinischen Bild vor. In 92 Fällen (51%) wurde eine Beteiligung des zentralen Nervensystems angegeben. In 62 Fällen lag eine Meningitis, in 26 Fällen eine Enzephalitis und in vier Fällen das klinische Bild eine Myelitis vor. Entsprechend der Aktivität der übertragenden Zecken werden FSME-Erkrankungen hauptsächlich vom Frühjahr bis in den Spätherbst übermittelt. Gründe für starke jährliche Schwankungen in den Meldezahlen beruhen vor allem auf ökologische und soziologische Faktoren wie z. B. Zeckenaktivität und Freizeitverhalten der Menschen.

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