Flyer "Sonne und Solarien" informiert über Risiken ultravioletter Strahlung
Datum: 25.07.2008
Behörde: Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit und Soziales und des Regierungspräsidiums Stuttgart
Gesundheitsministerin Dr. Monika Stolz: „Verantwortungsvoll mit der Haut umgehen“
Als Leiter des Landesgesundheitsamtes betont Dr. Günter Schmolz: „Solarienbräune schützt nicht vor Sonnenbrand“
Gesundheitsministerin Dr. Monika Stolz hat heute (25. Juli 2008) in Stuttgart den Flyer „Sonne und Solarien – Quellen ultravioletter Strahlung“ vorgestellt. Der neu aufgelegte Flyer informiert anschaulich an Beispielen über die orts- und jahreszeitabhängige Intensität der Sonne und enthält viele nützliche Tipps zum Thema „Sonne und Solarien“. „Sonnenstrahlung enthält neben den wärmenden auch hoch wirksame ultraviolette Anteile, die nicht unterschätzt werden dürfen. Schon wenige und einfache Verhaltensregeln helfen schmerzhaften Sonnenbrand zu vermeiden“, sagte die Ministerin. Auch wer solariengebräunt sei, habe durch die in Solarien veränderte Zusammensetzung der UV-Strahlen meist keinen Eigenschutz erworben und müsse sich vor Sonne schützen.
Langfristig kann ein zu Viel an Sonne zu vorzeitiger Hautalterung und Hautkrebs führen. „Wer vernünftig mit der Sonne umgeht, kann hingegen das schöne Wetter ohne Reue und böse Spätfolgen genießen“, so die Ministerin weiter. Auch die WHO hält bei hoher bzw. sehr hoher UV-Intensität einen Sonnenschutz für unbedingt erforderlich. Dabei verträgt nicht jeder Hauttyp gleich viel Sonne. Hellhäutige Haut ist sehr viel empfindlicher als mittelbraune. Dies ist bei der Auswahl des Lichtschutzfaktors von Sonnenschutzmitteln zu beachten. Dabei sollte die Schutzwirkung von Sonnenschutzmittel nicht überschätzt werden. Wichtig ist, dass die Haut langsam an Sonne gewöhnt und direkte Sonnenbestrahlung vermieden wird. Sonnenschutzmittel müssen rechtzeitig und ausreichend aufgetragen sowie unbedeckte Körperstellen immer vor der prallen Sonne geschützt werden. Zusätzlich sollte vermehrt Schatten - insbesondere in der Mittagssonne – aufgesucht und auch auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (bspw. Tee, Wasser, verdünnte Säfte etc.) geachtet werden. „Jetzt im Sommer ist die Intensität der UV-Strahlung in unseren Breiten als hoch bis sehr hoch einzustufen. Der UV-Index als Maß für die Strahlungsintensität liegt bereits bei 7 bis 9“, sagte der Leiter des Landesgesundheitsamtes im Re-gierungspräsidium Stuttgart Dr. Günter Schmolz.
Aus den im Flyer aufgeführten Beispielen lasse sich erkennen, dass die UV-Intensität in Richtung Äquator noch weiter zunimmt bis zu einem UV-Index von ca. 12. Dieser entspricht einer Strahlenintensität, die auch in Solarien erreicht wird oder sogar überschritten werden kann. „Allerdings führt die Strahlung der Solarien wegen des geringen UV-B-Anteils nicht zur Ausbildung der schützenden Lichtschwielen in der Haut. Deshalb stellt die Solarienbräune keinen wirksamen UV-Schutz dar“, so Schmolz.
Hinweis für die Redaktionen:
Die angesprochenen Beispiele für die orts- und jahreszeitabhängige Strahlenintensität der Sonne sowie viele nützliche Hinweise und Tipps zum Thema ‚Sonne und Solarien – Quellen ultravioletter Strahlung‘ sind in dem gleichlautenden neuen Flyer enthalten, der jetzt in Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Arbeit und Soziales und dem Regierungspräsidium Stuttgart / Landesgesundheitsamt herausgegeben wurde. Dieser Flyer kann im Internet sowohl auf den Seiten des Ministeriums für Arbeit und Soziales unter
www.sozialministerium-bw.de als auch des Landesgesundheitsamtes Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Stuttgart unter
www.gesundheitsamt-bw.de abgerufen werden oder über das Regierungspräsidium Stuttgart, Landesgesundheitsamt, Nordbahnhofstr. 135, 70191 Stuttgart, Tel.: 0711 – 904 35000, Fax 0711 – 90435 010 bestellt werden.
