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MRE-Netzwerk Baden-Württemberg


Was ist das Ziel des Netzwerks?

Das Ziel ist die Bekämpfung der Weiterverbreitung multiresistenter Erreger.

Was sind multiresistente Erreger?

Multiresistente Erreger (MRE) sind Bakterien, die durch ihre Antibiotika-Resistenzen die Therapie von Patienten erschweren. Daher stellen sie ein gravierendes Problem in Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie der Alten- und Langzeitpflege dar.
Wer gehört zu den multiresistenten Erregern?
Der bekannteste Vertreter ist der Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA). Aber auch weitere multiresistente Keime wie Vancomycin-resistente Enterokokken (VRE) sowie multiresistente gramnegative Stäbchenbakterien (3MRGN, 4MRGN) gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Was ist zu tun?

Vor diesem Hintergrund sind gezielte Präventionsmaßnahmen insbesondere an den Schnittstellen von stationärer und ambulanter Versorgung unabdingbar und ein wesentlicher Beitrag zur Patientensicherheit und der öffentlichen Gesundheit. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Versorgung von Patienten mit Nachweis von MRE nicht nur die Kliniken betrifft, sondern alle Einrichtungen des Gesundheitswesens. Aus diesen Gründen ist eine gemeinsame Strategie zur Prävention der Weiterverbreitung multiresistenter Erreger notwendig.

Was ist das MRE-Netzwerk Baden-Württemberg?

Das MRE-Netzwerk Baden-Württemberg besteht aus dezentralen regionalen Netzwerken, die sich aus Vertretern des Gesundheitswesens in den Landkreisen zusammen setzen. Die regionalen Netzwerke werden von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe, die am Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg gegründet wurde, unterstützt. Sie besteht aus Vertretern der Hygieneinstitute der vier Universitäten, Vertretern der gesetzlichen und privaten Krankenkassen in Baden-Württemberg, der Wohlfahrtsverbände, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Landesärztekammer sowie des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD).

Funktion und Aufgabe der Koordinierungsstelle am Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg

Aufgabe des MRE-Netzwerkes ist die Verbesserung der Zusammenarbeit in der Versorgung der Betroffenen (Schnittstellen­problematik), insbesondere beim Übergang zwischen stationärer und ambulanter Versorgung durch den Einsatz gezielter Präventionsmaßnahmen, die zur Patientensicherheit und zur Verbesserung der  öffentlichen Gesundheit beitragen sollen. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Versorgung von Patienten mit Nachweis von multiresistenten Erregern nicht nur die Krankenhäuser, sondern alle Einrichtungen des Gesundheits­wesens betrifft und fordert.

Maßnahmen zur Bekämpfung von MRE sind:

  1. Umsetzung von Hygienemaßnahmen gemäß den Empfehlungen der Fach­gesellschaften und des Robert-Koch-Institutes (KRINKO-Empfehlungen)
  2. Einführung eines einheitlichen MRE-Überleitbogens für Baden-Württemberg
  3. Untersuchungen (Screening) von Risiko­patienten
  4. Therapie und ggf. Sanierung der infizierten bzw. kolonisierten Personen vor, während oder nach einem stationären Aufenthalt
  5. Aufklärung von betroffenen Patienten und Angehörigen
  6. Fortbildungen für Fachpersonal im Gesundheitswesen
  7. Förderung der regionalen und überregionalen Zusammenarbeit der Einrichtungen im Gesundheitswesen mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst












 

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