infektionsfrei.de - Gesund bleiben im Gesundheitsdienst

infektionsfrei.de - Gesund bleiben im Gesundheitsdienst

Baden Württemberg

Baden Württemberg

Safety Needles

  1. Verwendung von Sicherheitssystemen im Arbeitsschutz
  2. Listen für unterschiedliche Anwendungsbereiche
  3. Firmenadressen

Verwendung von Sicherheitssystemen zur Vermeidung von Nadelstichverletzungen

Bei Arbeitnehmern im Gesundheitswesen besteht die Gefahr berufsbedingter parenteraler Infektionen (Verletzungen mit spitzen und scharfen mit Blut oder Körperflüssigkeiten kontaminierten Instrumenten) mit dem Hepatitis B und C-Virus sowie dem humanen Immundefizienz-Virus. Seltener kommen auch Infektionen mit den genannten Erregern über Hautwunden und Schleimhaut zustande.

Da nur bei der Hepatitis B ein zuverlässiger Impfschutz zur Verfügung steht, ist damit zu rechnen, daß es im Gesundheitswesen zunehmend zum Einsatz von Sicherheitssystemen zur Vermeidung von Stichverletzungen kommen muß. Bisher liegen nur im Ausland in größerem Maße Erfahrungen vor. In den USA wurden zahlreiche Untersuchungen über die Verwendung von Sicherheitssystemen durchgeführt. Man geht von einer Reduktion der Verletzungen um 62 - 80% aus.

Zahlreiche Firmen haben in den letzten Jahren Nadelschutzsysteme entwickelt. Grob gesehen unterscheidet man zwischen passiv und aktiv ausgelösten Schutzmechanismen, die Nadelstichverletzungen verhindern sollen. Passiv ausgelöste Systeme decken spitze oder scharfe Instrumententeile ohne Zutun des Arbeitnehmers ab, ehe eine Verletzung mit kontaminierten Instrumenten möglich wird. Es gibt hier verschiedene Systeme. Beispielsweise kann durch das Herausziehen des Instrumentes ein automatischer Schutzmechanismus ausgelöst werden, der die Kanüle stumpf macht oder in eine Schutzhülse hineinzieht. Aktiv ausgelöste Schutzmechanismen werden vom Arbeitnehmer ausgelöst. Es kommt dabei zur Retraktion von Kanülen in eine Schutzhülse , zum Abwurf von Kanülen oder zur Überdeckung von Kanülen mit einem Schutzschild. Da der Vorgang aktiv ausgelöst wird, besteht die Gefahr, daß der Arbeitnehmer vergißt, den Vorgang auszulösen, wodurch das Instrument scharf bleibt. Es besteht unter Umständen auch die Gefahr, daß der Arbeitnehmer sich während des Auslösevorganges verletzt, wenn er dabei in Kanülennähe kommt. Bei aktivem Abwurf spitzer Instrumententeile in Kanülenboxen kann es zu Fehlwürfen kommen. Beim manuellen Aufnehmen des Instrumentes oder beim Aufnehmen mit einer Pinzette und Herunterfallen kann es hierbei gelegentlich zu Verletzungen kommen. Verletzungen von Personal (Pflege- und Reinigungspersonal), das nicht fachgerecht sofort in stichdichte Abwurfgefäße entsorgte Teile wegräumt, sind nur durch Sicherheitssysteme vermeidbar, bei denen spitze oder scharfe Instrumententeile dauerhaft abgedeckt bleiben.

Es erscheint sinnvoll, falls vorhanden, passiv auslösende Sicherheitssysteme zu bevorzugen, da hier nicht Bedienungsfehler zu Verletzungen führen können.

Verwendung von Sicherheitssystemen im Arbeitsschutz

Insgesamt kann man die Verwendung von Sicherheitssystemen empfehlen. Bei der Auswahl spielen folgende Gesichtspunkte eine Rolle:

  • Akzeptanz durch Arbeitnehmer: Diese ist umso höher, je weniger sich die Handhabung von der gewohnten Handhabung unterscheidet.
  • Akzeptanz durch Patienten: Patienten bevorzugen Systeme, die nicht zum vermehrten Auftreten von Beschwerden führen bzw. weniger Beschwerden verursachen.
  • Akzeptanz durch Krankenhaushygiene: Es dürfen keine Gesundheitsgefahren für den Patienten entstehen.
  • Akzeptanz durch Verwaltung: Kostengesichtspunkte
  • Wichtig ist , daß das System nicht die Sicht aufs Arbeitsfeld behindert.
  • Passiv auslösende Systeme sind sicherer, da sie weniger vom Handling durch den Arbeitnehmer abhängig sind.
  • Falls aktiv auslösende Systeme verwendet werden, so muß geprüft werden, ob die Aktivierung in der Nähe der Nadel erfolgt, was ein Unfallrisiko beinhalten könnte.

Oft wird eine einhändige Bedienung empfohlen, was die Unfallgefahr vermindert, aber von der Handhabung durch den Arbeitnehmer abhängt. Auch Handlungen des Patienten können zur Unfallgefahr u.U. beitragen. Gemäß den Instruktionen in Safety first sollte die Aktivierung intuitiv erfolgen können, sofort nach dem Entfernen aus dem Blutgefäß erfolgen und mit einer Hand erfolgen können, da die andere Hand die Punktionsstelle komprimieren muß.

  • Der Sicherheitsmechanismus sollte wegen der Verletzungsgefahr nicht reversibel sein. Wichtig ist eine dauerhafte Abdeckung der scharfen oder spitzen Anteile des Werkzeugs, da hierdurch Unfallgefahren bei Fehlwurf bzw. bei nachfolgendend mit dem Instrument in Kontakt kommenden Arbeitnehmern vermieden werden.
  • Das Instrument muß mit anderem Zubehör kompatibel sein.
  • Das Sicherheitssystem sollte stabil sein. Ausprobieren lohnt sich.
  • Es sollte nicht zum Rücklauf von Blut ins Sicherheitssystem oder Tropfen von Blut kommen.
  • Man sollte schnell feststellen können, ob man sich in der Vene befindet.

Die Wahl des geeigneten Systems wird somit nicht nur von Arbeitsschutzgesichtspunkten bestimmt.

Falls eine Tätigkeit von Schwangeren mit spitzen oder scharfen Instrumenten mit Schutzmechanismus geplant ist, sollte vorher Kontakt zum zuständigen Gewerbeaufsichtsamt aufgenommen werden.

Die unten aufgeführten pdf - Tabellen sind als vorläufig anzusehen. Falls weitere uns nicht bekannte Sicherheitssysteme auf dem Markt sind, bitten wir um Nachricht. Wir sind auch an Erfahrungen interessiert, die Sie in der Praxis mit diesen Systemen gemacht haben. Auf eine Liste von sicheren Verweilkanülen für die Dialyse wird aus aktuellem Anlaß verzichtet. Bei Bedarf bitten wir um telefonische Rückfrage.

zum Seitenanfang


Listen von safety needles für unterschiedliche Anwendungsbereiche

  1. Sicherheitsvenenverweilkatheter mit passiv ausgelöstem Schutzmechanismus  (PDF; 42 KB)
  2. Sicherheitsvenenverweilkatheter  mit aktiv ausgelöstem Schutzmechanismus  (PDF; 42 KB)
  3. Sicherheitsvenenpunktionssysteme und Spritzen mit passiv ausgelöstem Schutzmechanismus (PDF; 39 KB)
  4. Sicherheitsvenenpunktionssysteme und Spritzen (auch Heparin) mit aktiv ausgelöstem Schutzmechanismus (PDF; 66 KB)
  5. Sicherheitsarterienpunktionssysteme mit aktiv ausgelöstem Schutzmechanismus  (PDF; 39 KB)
  6. Sicherheitsspritzen mit aktiv ausgelöstem Schutzmechanismus
    (PDF; 44 KB)
  7. Sicherheitsspritzen mit aktiv ausgelöstem Schutzmechanismus (Zahnmedizin)  (PDF; 50 KB)
  8. Sicherheitslanzetten mit passiv ausgelöstem Schutzmechanismus (PDF; 52 KB)
  9. Sicherheitslanzetten mit aktiv ausgelöstem Schutzmechanismus (PDF; 40 KB)

Weitere Adressen von Firmen, die mit Medikamenten befüllte Sicherheitsspritzen liefern, finden Sie bei Firma Safety Syringes.

Listen: Stand 6/2011. Wenn Ihnen weitere geeignete Produkte bekannt sind, bitten wir um Benachrichtigung.

zum Seitenanfang


Firmenadressen

Bayer Vital GmbH Diagnostika
Siemenstraße 3
35463 Fernwald
Tel.0641/40030.
Fax.0641/403111

B.Braun Melsungen AG
Schwarzenberger Weg 73 - 79
34212 Melsungen
Tel. 0 56 61/ 71-0
Fax 0 56 61/ 714567

Becton Dickinson GmbH
Tullastr. 8 - 12
69126 Heidelberg
Tel. 0 6221/ 305555
Fax 0 6221/305183

Greiner Bio-One GmbH
Krablerstr. 127 
45326 Essen
Tel. 0201/861860-0

Glaxo Smith Kline GmbH  Co. KG
80700 München
Tel. 0800/1223355
Fax 0800/1223366

Hager & Werken GmbH & Co
Ackerstr. 1
47263 Duisburg
Tel. 0 203/ 992690
Fax 0 203/ 299283

Kendall Medical AG
Raffineriestr. 18
93333 Neustadt an der Donau
Tel. 09445/959-0
Fax 09445/959-155

KLINIKA Medical GmbH
Achtzehnmorgenweg 6
61250 Usingen
Tel. 06081/9139-0
Fax 06081/9139-20

NovoGmbH
Achtzehnmorgenweg 6
61250 Usingen
Tel. 06081/9139-0
Fax 06081/9139-20

Novo Nordisk Pharma GmbH
Brucknerstrasse 1 
55127 Mainz
Tel. 06131/903108
Fax 06131/903225

Owen Mumford GmbH
Alte Häge 1 
63762 Großostheim-Ringheim  
Tel. 06026 97750
Fax.: 06026 977529

Retractable Technologies, INC. siehe Vanishpoint Products Deutschland
622 South Mill Street, Levisvill,
Texas, 75050 - 4632
Larry Minix
Director of Marketing & Sales - Europe
Tel. 19722941010
 rtieurope@vanishpoint.com

Roche Diagnostics GmbH
D 68305 Mannheim
Sandhofer Str. 116
Tel. 0 180/2671244

Safety Syringes Inc.
1939 Palomar Oaks Way Suite A
Carlsbad
CA 92009
USA
Tel. 8774770776 USA
Kontakt Deutschland:
Frau Colbus-Hanisch
Tel. 02226/906660
Herr Vogel
Tel. 0641/9484839

Sarstedt AG & Co
Rommelsdorfer Straße
51588 Nümbrecht
Tel. 0 2293/3050
Fax 0 2293/305122

Vanishpoint Products Deutschland
Michael Thöne
Vertriebsleiter
Vertrieb Medizinische Produkte GmbH
Gerhard-Welter-Str. 43
41812 Erkelenz
Tel. 02431/ 806465
Fax 02431/806469

Smiths Medical Deutschland GmbH
Hauptstraße 45 - 47
85614 Kirchseeon
Tel. 0 8091/551304

Terumo (Deutschland) GmbH
Hauptstr. 87
65760 Eschborn
Tel. 0 69/66442232

Tyco Healthcare Deutschland GmbH
Raffineriestraße 18
93333 Neustadt an der Donau
Tel. 09445/959-0
Fax 09445/959-155

Vygon Deutschland GmbH & Co. KG
Prager Ring 100
52070 Aachen
Tel. 0241/9130137
Fax 0241/9130237
lars.brueckner@vygon.de

Stand 6/2011

zum Seitenanfang


Kontakt

Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg
 Dr. Elisabeth Härtig
Tel. +49 (0) 711 904-39620