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ÖGD - Öffentlicher Gesundheitsdienst

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Kompetenzzentrum Arbeitspsychologie

Psychomentale Belastungen haben im Arbeitsleben zugenommen. Personalabbau, Zeitdruck und Arbeitsverdichtung sind die häufigsten Gründe. Infolge der verringerten Ressourcen kommt es verstärkt zu sozialen Konflikten. Auch Monotonie am Arbeitsplatz und emotionale Belastungen führen zu psychischer Belastung der Arbeitnehmer.

Psychische Fehlbelastungen können zu Stressreaktionen führen, die bei Dauerbelastung ernsthafte Gesundheitsstörungen zur Folge haben können: Blutdruck- und Pulserhöhung, Durchblutungsminderung im Bereich des Innenohrs mit Tinnitus, Verminderung des Kurzzeitgedächtnisses, Stoffwechselstörungen, vermehrtes Auftreten von Gastritis und Magengeschwüren sowie des Risikos für Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall, Schlafstörungen und Übermüdung, depressive Verstimmungen. Im Arbeitsschutzgesetz hat der Gesetzgeber deshalb den Arbeitgeber verpflichtet, auch psychische Fehlbelastungen der Arbeitnehmer in der Gefährdungsbeurteilung zu berücksichtigen und für Abhilfe zu sorgen. Die Staatliche Gewerbeaufsicht ist für den Vollzug des Arbeitsschutzgesetzes zuständig.

Aufgaben

  • Beratung des Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren (SM) und der Staatlichen Gewerbeaufsichtsämter zu arbeitspsychologischen Fragen
  • Aufbau eines Beratungssystems für die Fachberater in den Gewerbeaufsichtsämtern
  • Fortbildung der Mitarbeiter in den Gewerbeaufsichtsämtern, der Gewerbeärzte und von Arbeitsschutz-Zuständigen in Betrieben auf dem Gebiet der Arbeitspsychologie
  • Projekte über psychische Belastungen und Fehlbelastungen und deren Auswirkungen in der Arbeitswelt

Es wird angestrebt, organisatorische Ursachen psychischer Fehlbelastungen am Arbeitsplatz zu untersuchen und zu vermindern. Bei sozialen Konflikten sollen Betriebe beraten und an geeignete Beraterfirmen verwiesen werden, wobei das SM und das Kompetenzzentrum mit Hilfe von arbeitspsychologischen Qualitätszirkeln eine Zusammenstellung kompetenter Beratungsinstitutionen herausgeben wird. Die Betriebe sollen angeregt werden, mit Hilfe von Gesundheitszirkeln im Betrieb psychische Fehlbelastungen der Arbeitnehmer zu vermindern.

Weiterführende Informationen  

  1. TK-Studie zur Stresslage der Nation
  2. Stress im Job
  3. Untersuchung arbeitsbedingter Ursachen für das Auftreten von depressiven Störungen
  4. Neues Instrument zum Screening auf psychische Fehlbelastungen auf der BAUA-Homepage: BASA II
  5. Neuer BKK-Gesundheitsreport: Psychische Erkrankungen und Arbeitsunfähigkeiten nehmen zu.  
  6. Stressprävention: neue Seiten der Verwaltungsberufsgenossenschaft
  7. Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen
  8. BDP:Bericht: Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz in Deutschland
  9. Nutzen der Gesundheitsförderung: Bericht des IGA  
  10. Kompetenzzentrum Arbeitspsychologie beim Regierungspräsidium Stuttgart
  11. Psychische Gesundheit im Betrieb - Betriebsärztinnen und Betriebsärzte im Dialog mit dem BMAS; Zusammenfassung der Ergebnisse des Symposiums am 14. Mai 2012 in Berlin (PDF; 226 KB)

Stand: 03/2014

Kontakt
Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg
 Dr. Elisabeth Härtig
Tel. +49 (0) 711 904-39620