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ÖGD - Öffentlicher Gesundheitsdienst

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Psychische FehlbelastungenPostzusteller auf Fahrrad © people collection PC320401

  1. Wie kommen psychische Fehlbelastungen im Betrieb zustande und woran erkennt man sie?
  2. Informationen über diese Indikatoren laufen u. a. zusammen
  3. Welche Institutionen bieten in Baden-Württemberg ihre Hilfe beim Abbau psychischer Fehlbelastungen an?

Abbau psychischer Fehlbelastungen - warum?

  • Arbeit ist teuer.
  • Umstrukturierungen sind die Regel.
  • Qualifikationen der Arbeitnehmer müssen ständig durch Fortbildungen angepaßt werden.
  • Konfliktsituationen im Betrieb nehmen zu.

Arbeitnehmer reagieren vermehrt mit Stressreaktionen. Stress muß nicht negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Er kann Aktivierung, Leistungssteigerungen und den Wunsch nach besserer Ausschöpfung der eigenen Fähigkeiten nach sich ziehen. Dennoch kann Stressbelastung auch vielfältige Gesundheitsprobleme verursachen. Hinzu kommen stressbedingte berufliche Probleme wie Nachlassen der Aufmerksamkeit und Vergeßlichkeit, die oft nur durch vermehrte Anstrengung ausgeglichen werden können.

Hieraus resultieren für den Arbeitgeber problematische Fehlzeiten, eine erhöhte Fluktuation oder mangelnde Motivation, wenn der Arbeitnehmer keine Alternative zu seinem jetzigen Arbeitsplatz sieht.

Die betriebs- und volkswirtschaftlichen Folgekosten sind immens. Nicht ohne Grund legt der Gesetzgeber deshalb zunehmend Wert auf die Verminderung psychischer Fehlbelastungen der Arbeitnehmer im Rahmen des Arbeitsschutzes.

Wie kommen psychische Fehlbelastungen im Betrieb zustande und woran erkennt man sie?

Fehlbelastung/Dysstress hat Auswirkungen auf Gesundheit und Befindlichkeit des Betroffenen selbst, aber auch auf das Arbeitsumfeld und den Betrieb. Gesundheitliche Beschwerden führen zu Arbeitsunfähigkeit. Befindlichkeitsstörungen wie Frustration und Anspannung führen zu Leistungsminderung.

Mögliche Auswirkungen im Betrieb erkennt man an

  • hohen Fehlzeiten
  • hoher Fluktuation
  • schlechtem Betriebsklima
  • Einsatzeinschränkung bei den Mitarbeitern
  • Häufung von Gesundheitsstörungen
  • Konflikten/ Mobbing
  • veränderter Leistungsbereitschaft
  • Mehrarbeit
  • Überstundenanfall /Überstundenwegfall
  • sinkender Produktivität /Qualität
  • Unfällen

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Informationen über diese Indikatoren laufen u. a. zusammen

  • bei der Personalverwaltung
  • beim Betriebsarzt/ Arbeitsmediziner
  • beim Personalrat/ Betriebsrat/ MAV
  • bei der Krankenversicherung

Wie kann man Fehlbelastungen im Betrieb abbauen?

  • offene Kommunikation im Betrieb fördern
  • regelmäßige Mitarbeitergespräche
  • Mitarbeiter bei Problemlösungen einbeziehen (Qualitätszirkel, Gesundheitszirkel)
  • ggf. fachliche qualifizierte Hilfe hinzuziehen (z. B. Fachkraft für Arbeitssicherheit, Arbeitsmediziner, Psychologen, Versicherungen und sonstige qualifizierte Berater)

Welche Institutionen bieten in Baden-Württemberg ihre Hilfe an?

  • Arbeitsmediziner
  • Arbeitswissenschaftler 
  • Arbeitgeberverbände
  • Betriebs- und Unternehmensberater
  • Gewerkschaften
  • Kirchen
  • Landesgesundheitsamt (RP)  und Gesundheitsämter
  • niedergelassene Arbeitspsychologen, ggf. Psychotherapeuten 
  • Psychologische Beratungsstellen
  • Staatliche Gewerbeaufsicht
  • Versicherungen wie Krankenkassen und Berufsgenossenschaften
  • Bildungsträger wie Volkshochschulen

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