Baden-Württemberg

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ÖGD - Öffentlicher Gesundheitsdienst

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Schmierinfektionen

Bei Schmier- oder Kontaktinfektionen erfolgt die Übertragung von Krankheitserregern durch mangelnde Händehygiene oder durch Berührung kontaminierter Gegenstände.

  • Die überwiegende Zahl von Schmierinfektionen entsteht durch Erreger, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden.
  • Daneben sind Schmierinfektionen auch über eiternde Wunden (Eitererreger wie Staphylokokken oder Streptokokken) oder
  • über Virus-Bläschen (Herpes-Bläschen, Windpocken-Bläschen) möglich.

Die wichtigsten Erreger der Schmierinfektionen

  • Unter den Erregern, die mit dem Kot ausgeschieden werden, spielen die pathogenen Darmbakterien quantitativ die größte Rolle. Hier sind vor allem die Salmonellen oder die Ruhrbakterien zu nennen.
  • Direktinfektionen sind auch durch bestimmte einzellige Darmparasiten (Giardien, Cryptosporidien) möglich. Schmierinfektionen durch diese Erreger sind allerdings eher selten und kommen nur bei äußerst unhygienischen Verhältnissen vor. Dies hängt damit zusammen, dass die erforderliche Infektionsdosis (die Erregerzahl, die eine Infektion verursacht) entweder wie bei den meisten Salmonellen relativ hoch ist oder die Erreger insgesamt in geringerer Zahl, wie etwa Giardien, ausgeschieden werden.
  • Schmierinfektionen durch darmpathogene Viren sind ebenfalls sehr häufig. Diese werden in hoher Zahl mit dem Stuhl ausgeschieden, wobei die erforderliche Infektionsdosis sehr gering ist, d. h. schon einige wenige Viruspartikel können beim Menschen eine Infektion verursachen.  Die in Deutschland diagnostizierten Gruppenerkrankungen werden etwa zur Hälfte durch darmpathogene Viren (Noroviren, Rotaviren Adenoviren u. a.) ausgelöst.