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Ein prasselndes Kaminfeuer kann an einem kalten Wintertag für behagliche Wärme sorgen und das Wohlbefinden fördern. Allerdings entstehen bei der Holzverbrennung auch Stickstoff- und Schwefeloxide. Zudem gelangt Staub in die Luft, zu über 90 Prozent als Feinstaub. Bei nicht optimaler Verbrennung und wenn ungeeignete Brennstoffe verwendet werden, können auch gefährliche Luftschadstoffe entstehen. Unvollständige Verbrennung führt zu Kohlenmonoxid und Methangas, aber auch organische Verbindungen wie polyzyklische Kohlenwasserstoffe können die Luftqualität beeinträchtigen. Holz, das mit Holzschutzmitteln oder Lack behandelt wurde, darf nicht verbrannt werden, denn dabei können hochgiftige Dioxine und Furane entstehen.
Tipps, wie man richtig heizt, gibt das Umweltbundesamt im Ratgeber "Heizen mit Holz":
- Beim Anheizen des Holzofens ist es wichtig, möglichst schnell hohe Temperaturen zu erreichen. Dies gelingt am besten mit getrocknetem, dünn gespaltenem Holz und handelsüblichen Holzanzündern. Gerade in dieser Phase müssen Sie für ausreichend Verbrennungsluft sorgen.
- Die Luftzufuhr sollte nicht zu klein eingestellt sein. Schauen Sie einfach in Ihre Bedienungsanleitung. Die Luftzufuhr ist richtig eingestellt, wenn das Innere des Ofens hell und ohne schwarze Rußablagerungen bleibt.
- Sobald ausreichend Grundglut entstanden ist, können Sie größere Scheite nachlegen. Wenn der Ofen sehr voll ist, entwickeln sich zu viele Verbrennungsgase. Diese verbrennen nur unvollständig und es entstehen Schadstoffe. Auch Ihr Ofen kann Schaden nehmen. Packen Sie die Anlage daher nicht zu voll. Besser ist es, häufiger kleinere Mengen nachzulegen. Auch die Größe der Holzscheite spielt eine Rolle: Zu große Scheite führen zu einer deutlichen Erhöhung der Schadstoffemissionen. Richten Sie sich auch hier nach der Bedienungsanleitung.
Weitere Informationen
Ratgeber des Umweltbundesamts "Heizen mit Holz"
Flyer der Universitätsstadt Tübingen "Heizen mit Holz - gesund und umweltverträglich"
Studie zur Verschlechterung der Luftqualität durch Holzöfen und Auswirkung auf die Funktion der Blutgefäße
Stand 04/2011