Wohnen und Gesundheit
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Gesundes Wohnen bedeutet weit mehr, als nur ein Dach über dem Kopf zu haben. Gesundes Wohnen heißt, über eigene Räume zu verfügen mit angemessenem Standard für Sicherheit, Hygiene, Komfort und Privatsphäre in einem passenden sozialen Wohnumfeld. So sollten Wohnungen beispielsweise ausreichend groß sein, für die Bewohner ohne Barrieren zugänglich sein und genügend Rückzugsmöglichkeiten bieten. Sie sollten stabil und dauerhaft gebaut und mit ausreichender Heizung, Beleuchtung, Lüftung und sanitären Anlagen versehen sein. Damit die Bewohner sich ihren Bedürfnissen entsprechend einrichten können, sollten Mietverhältnisse dauerhaft eingegangen werden können.
Aber nicht nur die eigentliche Wohnung, vielmehr die gesamte Umgebung ist für gesundes Wohnen maßgebend. Die Lage der Wohnung in Bezug zur Arbeitsstelle, zu öffentlichen Einrichtungen oder Plätzen mit der Möglichkeit zur Erholung spielt hierbei eine Rolle. Darüber hinaus sollte eine Wohnung erschwinglich sein. Über adäquate Standards sind jedoch die Auffassungen von Land zu Land sehr verschieden. Kulturelle, soziale, umweltbezogene und wirtschaftliche Faktoren erschweren die Etablierung weltweit geltender Standards. Richtlinien für gesundes Wohnen werden daher meist aus einem nationalen Bezug heraus entwickelt und sind auch vor diesem Hintergrund zu verstehen.
Einige Risikofaktoren für die Gesundheit in der Wohnung, wie chemische Schadstoffe, Lärm oder Schimmelpilze, können für eine Beurteilung objektiv gemessen werden. Dagegen sind soziale oder psychische Einflüsse der Wohnverhältnisse schwieriger zu erfassen. Armut und Behinderungen können spezielle gesundheitliche Risiken beim Wohnen mit sich bringen. Auf einzelne Aspekte wird in den nachfolgenden Beiträgen näher eingegangen. Manche Einflüsse müssen unter mehreren Rubriken besprochen werden, da sie sich in verschiedener Hinsicht auswirken können oder sie sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken.
Sie finden auf unseren Seiten Informationen zu folgenden Themen:
Baumaterialien, Lärm, Qualität der Innenraumluft (hierher gehören auch die Belastungen mit Radon, Feinstaub, sowie Feuchtigkeit und Schimmelpilzen), Stadtplanung, Thermische Behaglichkeit und Energie- und Klimafragen, Unfälle im Wohnbereich, Wohnen im Alter und Barrierefreiheit, Wohnen + seelische Gesundheit sowie soziale Ungleichheit.
Seit kurzem gibt es eine Themenseite zum Wohnen mit Kindern.
Stand 10/2011
Weiterführende Informationen
Bericht des WHO CC zu Wohnen und Gesundheit von Viertklässlern in Baden-Württemberg, 2011
Berichte der WHO zur umweltbedingten Krankheitslast aufgrund unzureichender Wohnbedingungen, 2011 
WHO-Dokument zu den gesundheitlichen Auswirkungen der Anpassungen an den Klimawandel, 2011 " Health in the green economy - Housing sector" 
Internetangebot der WHO zum Thema Umwelt 
Newsletter der WHO "Öffentliche Gesundheit und Umwelt" 
Fünfte Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit in Parma, 2010
Vierte Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit in Budapest, 2004
Gesunde Städte