Unfälle im Wohnbereich
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Rund ein Drittel aller Unfälle ereignen sich im Haushalt. Bei Kindern unter fünf Jahren und Senioren über 75 Jahren passiert sogar der größte Teil der Unfälle zuhause. Jede Wohnung birgt für die Bewohner Unfallrisiken. Stufen und Fenster, Elektrizität und Heizung, Badewannen und Herde können Gefahrenquellen sein. Einige Risiken lassen sich leicht minimieren. So können Möbel mit scharfen Kanten und offene oder rutschige Treppen mit einfachen Mitteln sicherer gestaltet werden. Andere Gefahrenquellen lassen sich durch architektonische Maßnahmen und ein entsprechendes Wohnungsdesign vermindern oder vermeiden. Wichtig ist, dass bedeutsame und häufige Ursachen von Unfällen im Wohnbereich identifiziert werden, um daraus wirksame Maßnahmen für die Prävention entwickeln zu können. Schon sicherheitsbewusstes Verhalten kann helfen, Unfälle zu vermeiden. Langfristig wären Richtlinien wünschenswert, die Kriterien für eine möglichst sichere Gestaltung von Wohnungen festlegen.
Weiterführende Informationen
Die Aktion "Das Sichere Haus" hat am 03.01.2011 eine Pressemeldung zum Thema "Mehr Unfalltote in Privathaushalten" herausgegeben. Vor allem für Senioren bestehen in den eigenen vier Wänden Unfallrisiken. Rund 5.100 über 65-Jährige sind im Jahr 2009 in der Folge eines häuslichen Sturzes gestorben:
DSH - Aktion Das Sichere Haus
Unter dem Titel „Verletzungen bei Kindern und Jugendlichen (1–17 Jahre) und Umsetzung von persönlichen Schutzmaßnahmen“ wurden Ergebnisse des bundesweiten Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) zum Thema im Bundesgesundheitsblatt veröffentlicht:
KiGGS
Das europäische WHO-Zentrum für Umwelt und Gesundheit berichtet über das Expertentreffen „Preventing children accidents and improving home safety in the European region. Identifying means to make dwellings safer”:
WHO-Zentrum für Umwelt und Gesundheit
Stand 06/2011