Was haben Alkohol und illegale Drogen mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STI) zu tun?
Alkohol und Cannabis gehören heute zu den meist gebrauchten Partydrogen. Daneben spielen aber auch Ecstasy, Speed (Amphetamin), Thaipillen (Methamphetamin), Kokain, Psychedelika (Trips, Zauberpilze) eine Rolle. Alle genannten Substanzen, ob legal wie Alkohol oder illegal wie alle anderen hier genannten Partydrogen haben einen Einfluss auf die Psyche. Sie beeinflussen - wenn auch je nach Substanz auf unterschiedliche Weise - Wahrnehmung und Verhalten. Drogen beeinflussen damit auch die Lust auf Sex und das sexuelle Verhallten.
Jeder weiß zum Beispiel, dass mit Alkohol Hemmungen wegfallen. Dadurch tut man möglicherweise Dinge, die man im nüchternen Zustand nicht machen würde. Deshalb wird gerade im alkoholisierten Zustand oft auf das Kondom verzichtet oder aber das Kondom wird betrunken nicht richtig angewendet. Dadurch erhöht sich das Risiko deutlich, dass man sich mit einer sexuell übertragbaren Krankheit (STI) oder HIV ansteckt.
Die WHO hat festgestellt, dass Alkohol den Kampf gegen HIV/Aids weltweit erschwert. Viele HIV-Infektionen geschehen unter dem Einfluss von Alkohol, weil die Bereitschaft der Menschen, sich zum Beispiel durch Kondome vor einer Übertragung zu schützen, abnimmt.
Hinweis für HIV-Positive
Auch die Behandlung der HIV-Infektion wird durch Alkohol erschwert, da betroffene Personen unter Alkoholeinfluss ihre Medikamente häufig nicht verschreibungsgemäß einnehmen. Die leberschädigende Wirkung einiger antiretroviraler Medikamente wird durch Alkohol noch weiter verstärkt.
Ein Hinweis für Männer
Durch Alkohol verringert sich der Testosteronspiegel im Blut. Der niedrigere Testosteronspiegel sorgt dafür, dass Männer/Jungen nicht mehr so einfach eine Erektion oder einen Orgasmus bekommen.